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Almuth Peiper neue Klinikseelsorgerin

© Barbara HawlizkiAlmuth Peiper

Almuth Peiper ist neue Seelsorgerin im Klinikum Darmstadt. Die Theologin beginnt ihren Dienst in einer besonderen Zeit. Jeder Kontakt ist wichtig. Wenn Menschen miteinander im Gespräch sind, werde Gottes Gegenwart erlebbar, so die Überzeugung der Theologin, die in Heidelberg, Mainz und an der Yale University studiert hat.

In der Begegnung Gott erleben
Almuth Peiper ist neue Seelsorgerin am Klinikum Darmstadt


Da sein und Menschen beistehen in ihren schwersten Lebensmomenten, das ist die ureigenste Aufgabe der Klinikseelsorge. Wie das in dieser neuen Zeit gelingen kann, auf diese Frage findet Almuth Peiper gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Team der Klinikseelsorge jeden Tag neue Antworten. Denn vieles verändert sich in diesen Monaten. Das Klinikum Darmstadt wirkt mancherorts verwaist. Besucher sind nirgends anzutreffen. Einzig das hoch-engagierte Personal ist auf den Fluren zu sehen. Patienten verlassen ihre Zimmer nicht. Die Belastungen und die Anspannung der vergangenen Wochen und Monate sind dem medizinischen und dem pflegerischen Personal anzumerken. So beschreibt die Pfarrerin ihre ersten Tage im Klinikum Darmstadt. Hier hat die Fünfunddreißigjährige gerade ihren Dienst mit halber Stelle in der Klinikseelsorge begonnen.

„Ich bin im Kreis der Klinikseelsorgenden sehr herzlich aufgenommen worden“, so die Theologin. Sie wisse die Arbeit im Kollegium der Seelsorgenden sehr zu schätzen und freue sich darüber in einem ökumenischen Team arbeiten zu dürfen. Almuth Peiper war nach ihrem Vikariat  Pfarrerin von zwei Gemeinden im Odenwald. Ihr an das Vikariat anschließendes Spezialpraktikum, das sie in der Altenheim- und Klinikseelsorge im Gesundheitszentrum Odenwald in Erbach, absolvierte, war für sie ein einschneidendes Berufungserlebnis.
 
„Kleine zwischenmenschliche Gesten und Hilfestellungen gewinnen in dieser kontaktarmen Zeit an großer Bedeutung“, berichtet sie. Da werde ein gesperrtes Smartphone und eine vergessene Pinnummer zur echten Not. Auch belastende Themen und schwere menschliche Schicksale kämen natürlich in dieser schwierigen und von Perspektivlosigkeit geprägten Zeit zur Sprache. „In einer Zeit und in einer Situation, in der alle darauf warten, bald wieder in eine neue Normalität zurückzufinden, helfe ich Menschen bisweilen dabei, das Warten zu ertragen.“

Als ein wichtiges Projekt in dieser besonderen Zeit sieht sie es an, dass die Seelsorgenden einander weiterhin gut beistehen können  - trotz Abstand, der auch im Büro gehalten wird. Aus dem kollegialen Miteinander entstehen Ideen und Projekte, wie etwa ein Gedenkgottesdienst für Angehörige von an oder mit Corona Verstorbenen.
 
Ein Anliegen von Almuth Peiper, die zwei Kinder hat, ist es, für alle Menschen im Klinikum da zu sein, ganz gleich, welche Lebensgeschichten sie prägen, Patienten oder Personal. „Es gibt für mich keine nebensächlichen Begegnungen“, sagt Almuth Peiper. Wenn Menschen miteinander im Gespräch sind, werde Gottes Gegenwart erlebbar, so die Überzeugung der Theologin, die in Heidelberg, Mainz und an der Yale University studiert hat. „Ich habe mir früh die Sinnfrage gestellt“. Die Sinn- und Deutungsangebote des christlichen Glaubens forderten sie zu einem vertieften Nachdenken im Rahmen ihres Theologiestudiums heraus. Schon früh erwachte ihr Wunsch, im Gesundheitsbereich tätig zu werden, Theologie und Klinik miteinander zu verknüpfen.

„Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich nun im Krankenhaus arbeiten darf. Das war mein lang gehegter Wunsch“, sagt sie. Über Arbeit und Familie hinaus genießt sie die Natur des Odenwaldes und kocht gern.

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