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Neue Reihe Frei und Gleich: Menschenrechte

Ausstellung Menschen.Rechte.Leben der EKD

„Frei und Gleich: Menschenrechte“ heißt die neue Reihe der Erwachsenenbildung in Zusammenarbeit mit amnesty international und dem Weltladen Darmstadt. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „Menschen.Rechte.Leben“ im Offenen Haus. Am Mittwoch, 19. Februar, 19 Uhr, folgt hier eine Diskussionsrunde über ein Lieferkettengesetz.

Frei und Gleich: Menschenrechte
Neue Reihe mit Ausstellung, Vorträgen, Workshop und Lesung ab 30. Januar im Offenen Haus

„Frei und Gleich: Menschenrechte“ heißt die neue Reihe der Evangelischen Erwachsenenbildung. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „Menschen.Rechte.Leben“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die am Donnerstag, 30. Januar, 19 Uhr, im Offenen Haus, Rheinstraße 31, eröffnet wird. Den Einführungsvortrag „Der Kampf um Freiheit und Gleichheit. 70 Jahre Menschenrechte“ hält der Rechtsanwalt Thomas Kowohl aus Frankfurt. Matthias Birkenbusch gestaltet die Eröffnung musikalisch am Klavier mit. Die Wanderausstellung führt anschaulich und erlebnisnah an das Thema Menschenrechte heran und ist für Jugendliche und Erwachsene und Familien konzipiert. Sie ist bis 6. März montags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Für Konfirmandengruppen und Schulklassen (ab 7. Klasse) werden Führungen angeboten. Information und Terminabsprache bei Winfried Kändler unter 06151-1362430 oder per Mail unter winfried.kaendler@ekhn.de.

1948 haben die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Heute, mehr als 70 Jahre später, sind diese nirgendwo selbstverständlich, sondern immer eine Errungenschaft. Wo die Menschenrechte nicht gelten, erleben Menschen Willkür, Unterdrückung und Gewalt. Und auch wo die Menschenrechte gelten, müssen sie immer wieder neu verteidigt werden.
Weiterhin umfasst die neue Reihe zwei Länderschwerpunkte, Brasilien und die Türkei, eine Diskussionsrunde sowie eine Filmreihe im AlleWeltKino. Die Reihe ist eine Kooperation des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Stadt, der Ortsgruppe Darmstadt von amnesty international und dem Weltladen Darmstadt.

Filmreihe im AlleWeltKino:
Ab Montag, 3. Februar, beginnt die Filmreihe „Frei und Gleich: Menschenrechte“ mit dem Film Pawo (OmU, Indien, China, Deutschland 2016, Regie: Marvin Litwak), am Montag, 10. Februar, folgt der Film „For Sama“ (OmU, Dokumentation, Großbritannien, USA 2019, Regie: Waad a-Kateab und Edwards Watts), am 17. Februar „Im Labyrinth der Erinnerung (OmU, Chile 2017, Regie: Alireza Khatami), am 2. März „Born in Evin“ (OmU, Dokumentation, Österreich, Deutschland 2019, Regie: Maryam Zaree), am 9.3. „Der Fall Sarah und Saleem“ (OmU, Palästina 2018, Regie: Muayad Alayan) am 16.3. „Facing the dragon“ (OmU, Dokumentation, Afghanistan 2018, Regie: Sedika Mojadidi). Angefragt für ein Filmgespräch ist hier die Protagonistin Shakila Ebrahimkhil. Die Filme beginnen jeweils um 20.15 Uhr im programmkino Rex, Grafenstraße 18-20. Der Eintritt beträgt 6,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro.

Interkultureller Workshop:
Am Samstag, 8. Februar, findet ein interkultureller Workshop unter dem Titel „Vorurteile: Passt die Welt in Schubladen?“ statt. Die Leitung hat Kizito Odhiambo aus Darmstadt. Er beginnt um 10 Uhr im Offenen Haus, Rheinstraße 31, und dauert bis 16 Uhr. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Maximal 15 Personen sind möglich. Anmeldung ist unter 06151 1362441 und per Mail unter  eeb@evangelisches-darmstadt.de möglich.
Angesichts zunehmender Globalisierung und Migration wird ein besseres Verständnis der Welt und ihrer vielfältigen Kulturen für die Gesellschaft immer wichtiger. Hinzu kommen unterschiedliche Prägungen und Wertesysteme, die dieses Denken verstärken können. Die Kontexte, in denen interkulturelle Begegnungen stattfinden, sind vielfältig und gehören zum Alltag. Dieser Workshop fördert ein tiefergehendes Verständnis für die eigene Kultur und andere Kulturen. Er thematisiert den Umgang mit Vorurteilen, Voreingenommenheit und Ausgrenzung. Erst das Bewusstsein über die kulturelle Bedingtheit des eigenen Erlebens und Verhaltens, d.h. der eigenen kulturellen „Prägung“ ermöglicht die Wahrnehmung der Unterschiedlichkeiten. Dabei ist der Workshop nicht darauf ausgelegt, möglichst umfassende kulturspezifische Kenntnisse zu vermitteln, sondern sie als Anschauungsmaterial zu nutzen.

Es geht in erster Linie darum, ein Bewusstsein von den kulturellen Hintergründen des Fühlens, Denkens, Handelns sowie von der Relativität von Weltinterpretationen zu wecken und die Bereitschaft und Fähigkeit zu fördern, vor diesem Hintergrund eigenes und fremdes Verhalten zu reflektieren. In praktischen Übungen werden Vorurteile verdeutlicht, Ausgrenzungsprozesse erkannt und Lösungswege für eine interkulturelle Kommunikation aufgezeigt. Darüber hinaus werden Anstöße zur Auseinandersetzung mit kulturell bedingten Unterschieden von Individuen oder Gruppen über die ständige Anregung zum Perspektivenwechsel gegeben.

Vortrag Brasilien:
„Brasilin: Eigentlich muss es nicht brennen“, heißt ein Vortrag von Gerd Rathgeb (Poema Deutschland) am Donnerstag, 13. Februar, um 19 Uhr im Offenen Haus. Dabei wird auch der Film „Countdown am Xingu Vi“ (37 min.) gezeigt, der Regisseur Martin Keßler ist angefragt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Poema (Abkürzung, übersetzt „Armut und Umwelt in Amazonien“) unterstützt Kleinbauern und Indigene dabei, im Regenwald zu leben, ohne ihn zu zerstören. Der Regenwald Amazoniens wurde und wird zerstört für riesige Rinderfarmen und Sojaplantagen. Fleisch und Futtermittel werden nach Europa und China exportiert. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat in seinem ersten Amtsjahr deutlich gemacht, wie wenig ihm Indigene, Regenwald und Menschenrechte wert sind. Gerd Rathgeb ist regelmäßig vor Ort und berichtet.
Dazu wird der Film „Count-Down am Xingu VI“ von Martin Keßler gezeigt. „Der Film berichtet vom Amtsantritt Bolsonaros, aus Indigenengebieten, die jetzt verstärkt von illegalen Holzfällern und Landräubern heim gesucht werden. Vom Megastaudamm Belo Monte und von Goldsuchern ...“ (neuewut.de).

Diskussionsrunde:
„Unternehmen, Menschenrechte und Umweltschutz – Freiwilligkeit oder Lieferkettengesetz?“ ist das Thema einer Diskussionsrunde am Mittwoch, 19. Februar, um 19 Uhr, im Offenen Haus. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Am Gespräch nehmen teil: Ute Fritzel, Pressesprecherin des DGB Hessen-Thüringen, Stefan Sauer, Mitglied des Bundestages und im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Kristin Heckmann, Leiterin CSR von Hess Natur, und Dr. Roland Lentz, Geschäftsbereichsleiter Innovation und Nachhaltigkeit bei der IHK Darmstadt. Moderator ist Helmut Törner-Roos, Referent für Kirchlichen Entwicklungsdienst, Frankfurt.

Erschreckende Berichte über brennende Fabriken, ausbeuterische Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder werfen die Frage auf, ob Freiwilligkeit ausreicht, damit Unternehmen ihrer Verantwortung nachkommen. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis – die Initiative Lieferkettengesetz – fordert nun von der Bundesregierung ein Lieferkettengesetz: Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, sollen dafür haften. In der Diskussion treffen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Unternehmen und Zivilgesellschaft aufeinander.

Lesung mit Gespräch:
Die Journalistin Mesale Tolu hält am Donnerstag, 27. Februar, 19 Uhr im Offenen Haus eine Lesung aus ihrem Buch „Mein Sohn bleibt bei mir!“ Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit zu Fragen und Gespräch. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Mesale Tolu aus Neu-Ulm war eine prominente deutsche Geisel der türkischen Regierung: Als angebliche Terrorunterstützerin saß die Journalistin und Übersetzerin mit ihrem kleinen Sohn in Haft, danach wurde ihr die Ausreise aus der Türkei verweigert. Jetzt, wieder in Deutschland, berichtet sie über diese Zeit: über die Brutalität von Polizei und Justiz, das Alltagsleben in der politischen Gefangenschaft zwischen Hoffnung und Verzweiflung, ihren Kampf um Freiheit für ihre Familie und ihren Einsatz für die Pressefreiheit. Es ist ein sehr persönliches Buch, das zugleich deutlich macht, wie das Regime in Ankara mit seinen Kritikern umgeht.

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