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Liefers, LichtKirche und lauer Park
Bürgerfest zur Deutschen Einheit in Frankfurt mit Evangelischen Kirchen aus Hessen beendet

Frankfurt a.M. 4. Oktober 2015. Mit einem Erntedankgottesdienst unter freiem Himmel, dem Auftritt des Schauspielers und Sängers Jan Josef Liefers und einem Abendsegen ist am Sonntag das Programm der evangelischen Kirchen zum Bürgerfest anlässlich 25 Jahren Deutscher Einheit zu Ende gegangen. In Frankfurt präsentierten sie sich mit der LichtKirche und einer Kulturbühne am Museumsufer unter dem Motto „Gott. Sei Dank!“. Am südlichen Mainufer verwandelten sie den Metzlerpark mit Talkrunden, Andachten, Gospelmusik und Konzerten vom 2. bis 4. Oktober in einen lebendigen Ort der Begegnung. Daneben entpuppte sich die Grünfläche zwischen den Museen im Schatten des mobilen und in der Dunkelheit bunt leuchtenden Gotteshauses auch als Geheimtipp für alle, die inmitten der über einer Millionen Besucherinnen und Besuchern ein wenig Ruhe finden wollten.

Abends sorgten unter anderem Auftritte des Musikers Samuel Harfst und der Frankfurt City Bluesband für eine besondere Atmosphäre zwischen Bäumen, der bunten Lichtkirche und Wolkenkratzern als Hintergrundkulisse. Unterdessen musizierte der indonesische Performancekünstler Wukir Suriyadi, auf einem Instrument aus einem deutsch-deutschen Grenzpfosten und Stacheldraht. Gospelmusik gab es mit den Chören „PopChorn“ , „Colours of Gospel“ und „Colours of Music“. Sopranistin Eva Lind und Pfarrer Wolfgang Weinrich spürten Gott und dem Leben nach. Nachdenklich ging es bei Gesprächsrunden auf der Bühne mit Menschen zu, die am eigenen Leib die Trennung durch die Mauer erlebt hatten. Fröhlicher dagegen eine vitaminreiche Verteilaktion am Mainufer: Aus den Händen gerissen wurden der evangelischen Kirche am Samstag ihre 9.125 Äpfel. Die Zahl war kein Zufall: Für jeden Tag der Einheit gab es eine Frucht. Sie stammten - organisiert vom Frankfurter „MainÄppelhaus“ - frisch von Streuobstwiesen aus der Region. Einen Tag vor dem christlichen Erntedankfest wollten die Kirchen damit auf die Tradition des Dankes aufmerksam machen.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, bezeichnete bei einer Talkrunde auf der LichtKirchen-Bühne den Fall der Mauer als „Wunder“. Er sei sich sicher, „dass Gott dabei die Hand im Spiel hatte“. Die kurhessische Kirche, deren Gebiet an die frühere innerdeutsche Grenze herangereichte, habe mit der Mauer „schreckliche Erfahrungen“ erlebt. Hein warnte mit Blick auf die Flüchtlingssituation davor, dass erneut Mauern aufgebaut werden: „Tun wir alles, was wir können, damit wir nicht neue Grenzen ziehen“. Die evangelische Pröpstin für Rhein-Main, Gabriele Scherle, wünschte sich, dass Gemeinden sich weiterhin engagieren, „um Menschen aus anderen Ländern die Türen zu öffnen“. In einem Abendgebet ging auch der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, auf die aktuelle Flüchtlingssituation ein. Für ihn sei die Liebe zu Gott, sich selbst und dem Nächsten der Schlüssel dazu, weiter friedvoll in der Welt zusammenzuleben.

Bei seinem Besuch an der Lichtkirche sagte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, dass die Offenheit für andere Menschen eine dauerhafte Aufgabe sei, die „nicht nur für Weihnachtsgottesdienste“ gelte. Frankfurt sei eine weltoffene Stadt und wolle dies bei dem Fest zu 25 Jahren Deutsche Einheit besonders herausstellen: „Dafür bin ich ganz stolz auf meine Frankfurterinnen und Frankfurter.“ Eine Grenze sorge ihn allerdings immer wieder besonders, erklärte Feldmann scherzhaft: „Die Grenze zwischen Frankfurt und Offenbach.“

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck waren in Frankfurt gemeinsam für den Auftritt im Metzlerpark verantwortlich. Sie setzen damit ihre Zusammenarbeit fort, die sich bei anderen Großereignissen wie etwa Hessentagen bewährt hat. Die im Metzlerpark aufgestellte transportable rund 50 Quadratmeter große LichtKirche aus Holz und satiniertem Acrylglas kann in verschiedenen Farben illuminiert werden. Sie wiegt 18 Tonnen und ist bei der geplanten Weltausstellung zu 500 Jahren Reformation 2017 in Wittenberg wieder zu sehen.

Früherer Präses Ulrich Jentsch gestorben

Das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt trauert um Adolf-Ulrich Jentsch. Der Darmstädter Richter war vom 1. Februar 1980 bis 17. Januar 1986 Präses der Synode des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Stadt. Im Alter von 93 Jahren ist er in der vergangenen Woche verstorben. "Das Dekanat erinnert sich mit Dankbarkeit und Wertschätzung an seinen früheren Präses, seiner Witwe und der Familie gilt unsere herzliche Anteilnahme", so Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse. Ulrich Jentsch war zudem von 1967 bis 1991 Mitglied der Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). 1974 wurde er auch in den Kirchensynodalvorstand gewählt und war in dieser Funktion zeitweise auch Mitglied der Kirchenleitung der EKHN. Jentsch begann sein Engagement in der evangelischen Kirche 1952 als Kirchenvorsteher in der Darmstädter Friedensgemeinde und arbeitete im Finanzausschuss der Evangelischen Gesamtgemeinde mit.

Trauer um Karl-Heinz Hüttenberger

Das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt trauert um Karl-Heinz Hüttenberger, der am 5. September im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Karl-Heinz Hüttenberger war in der Auferstehungsgemeinde Kirchenmusiker und hatte über seine Gemeinde hinaus einen Auftrag für die Kirchenmusik im Dekanat erhalten. Er war lange Jahre Vorsitzender der Mitarbeitervertretung im Dekanat. Wir werden Karl-Heinz Hüttenberger ein ehrendes Andenken bewahren und seine veröffentlichten Chorsätze werden uns immer an ihn erinnern. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
Barbara Themel-Reith, stellvertretende Dekanin Ev. Dekanat Darmstadt-Stadt
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