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31 Jahre Dienst in der Klinikseelsorge

KlinikseelsorgeKarin Hoffmann-Wölm

Nach 31 Jahren in der Klinikseelsorge am Klinikum Darmstadt geht Karin Hoffmann-Wölm in den Ruhestand. Jetzt ist sie im Klinikum verabschiedet worden. „Ich schätze ihre hohe Fachkompetenz und ihre Empathie sowie ihr großes Interesse an theologischen Fragen und geistlicher Begleitung“, würdigt Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse die Krankenhausseelsorgerin.

Im Gespräch über Lebens- und Glaubensfragen
Karin Hoffmann-Wölm geht nach mehr als 30 Jahren in der Klinikseelsorge am Klinikum in den Ruhestand

„Am wichtigsten ist das Gespräch“, sagt Karin Hoffmann-Wölm, „und das Wahrnehmen, was die Patientinnen und Patienten bewegt.“ Gemeinsam mit ihnen über Lebens- und Glaubensfragen nachdenken und sie ermutigen - das ist in den mehr als 30 Jahren ihres Dienstes am Klinikum Darmstadt stets Aufgabe und Anliegen von Karin Hoffmann-Wölm gewesen. Jetzt geht sie nach 31 Jahren an der Klinik in den Ruhestand. Am Mittwoch, 2. Oktober, 16 Uhr, wird sie im Klinikum verabschiedet. „Ich schätze ihre hohe Fachkompetenz und ihre Empathie sowie ihr großes Interesse an theologischen Fragen und geistlicher Begleitung“, würdigt Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse die Krankenhausseelsorgerin.

Karin Hoffmann-Wölm begann 1988 ihren Dienst im Klinikum Darmstadt. Hier begleitete sie drei Jahrzehnte lang Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige und wirkte in der Fortbildung Mitarbeitender mit. Sie hielt Gottesdienste und war Teil der Rufbereitschaft der Klinikseelsorge im Dekanat. „Ich habe meine Arbeit immer als Arbeit der gegenseitigen Wertschätzung erlebt“, zieht Karin Hoffmann-Wölm Bilanz, die vor der Arbeit in der Pflege hohen Respekt hat, „vieles wird hier nicht gesehen.“ Ihr selbst sei viel Vertrauen entgegengebracht worden, sagt sie, viele Stationen wussten: „Die kann man rufen.“

Nach einer Ausbildung zur Erzieherin studierte Karin Hoffmann-Wölm zunächst an der Evangelischen Hochschule Darmstadt mit Abschlüssen in Gemeinde- und Religionspädagogik. Danach schloss sie noch ein Diplom-Pädagogik-Studium in Frankfurt ab. Zunächst arbeitete sie fünf Jahre in der Kinder- und Jugendarbeit der Michaelsgemeinde und unterrichtete evangelische Religion in verschiedenen Schulen. 1988 trat sie ihre Stelle in der Klinikseelsorge an. Zu ihren Aufgaben in der Klinik gehörte seitdem auch die Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen im Krankenhaus sowie Krisenintervention und Besuche auf der Intensivstation. Karin Hoffmann-Wölm begleitete zudem junge Familien, die um den Verlust eines Kindes trauerten, und war stets überall da, wo sie gerufen wurde.

Zum Seelsorge-Team am Klinikum Darmstadt gehören neben Karin Hoffmann-Wölm noch Pfarrer Dr. Hans Jürgen Steubing und Pfarrer Stefan Hund von der evangelischen Kirche sowie Pfarrer Johannes Gans, Pastoralreferent Andreas Backert und Pastoralreferentin Christine Schlechtriem von der katholischen Kirche. „Ich schätze die Kollegialität in unserem ökumenischen Team sehr, wir unterstützen uns gegenseitig“, sagt Karin Hoffmann-Wölm. In diesem Jahr hat Karin Hoffmann-Wölm gemeinsam mit ihrer katholischen Kollegin Bestattungen für früh verstorbene Kinder, die nicht bestattungspflichtig sind, angeboten. Zudem leitete sie mit ihr einen Ausbildungskurs für neue ehrenamtlich Mitarbeitende im Besuchsdienst und betreute die 20 Ehrenamtlichen. Im Team mit weiteren Seelsorgerinnen und Seelsorgern bot Karin Hoffmann-Wölm die Gesprächsgruppe „Leere Wiege“ für Eltern, die in der Schwangerschaft ein Kind verloren haben, im Offenen Haus an.

So unterschiedlich Situationen waren, mit denen es Karin Hoffmann-Wölm zu tun hatte, - es war immer „die Begegnung mit Menschen“, die ihre Arbeit ausmachte. Dabei waren ihr immer sowohl „tiefergehende Gespräche“ als auch „spontane Tür- und Angel-Gespräche“ wichtig. Jetzt im Ruhestand möchte sie erst einmal in Ruhe „gucken, was kommt“. In jedem Fall wird sie jetzt viel Zeit mit ihrer Familie verbringen. Ganz besonders freut sie sich, dass sie jetzt Zeit für ihren gerade geborenen Enkel hat.

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