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Anstöße für die eigene Arbeit beim Fachtag Flüchtlingshilfe

Haupt- und Ehrenamtliche beim Fachtag Flüchtlingshilfe

Unter dem Motto „Herausforderungen und Chancen“ fand ein Fachtag für Engagierte in der Flüchtlingshilfe statt, zu dem das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt und das Freiwilligenzentrum Darmstadt eingeladen hatten. Prof. Dr. Tina Spies von der EHD sprach darüber, wie sprachliche Konstruktionen und Strukturen Ausgrenzung und ungleiche Machtverhältnisse erzeugen können.

Intensiver Austausch beim Fachtag für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Unter dem Motto „Herausforderungen und Chancen“ haben das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt und das Freiwilligenzentrum Darmstadt am 23.8.2019 Engagierte aus der Flüchtlingshilfe zu einem Fachtag ins Justus-Liebig-Haus eingeladen.

Rund 35 Engagierte und 20 Hauptamtliche nahmen an der Veranstaltung teil, die von Stadträtin Iris Behr eröffnet wurde. Sie sprach den Teilnehmenden nachdrücklich Dank und Wertschätzung für ihren Beitrag zur Integration geflüchteter Menschen in Darmstadt aus. In dem anschließenden Impulsvortrag erörterte Prof. Dr. Tina Spies von der Evangelischen Hochschule Darmstadt, wie sprachliche Konstruktionen und Strukturen Ausgrenzung und ungleiche Machtverhältnisse erzeugen können.

Danach waren auch die Ehrenamtlichen mit ihren Erfahrungen gefragt. In zwei Runden mit insgesamt vier Workshops wurden die psychosoziale Versorgung Geflüchteter und die Aufgaben vom Migrationsdienst für Erwachsene und Jugendmigrationsdienst vorgestellt und von Seiten der Teilnehmenden mit Fragen und Erfahrungen bereichert. Des Weiteren konnten sich die Engagierten über das Thema Nähe und Distanz im Ehrenamt sowie über interkulturelle Begegnungsprojekte aus Frankfurt und Roßdorf informieren. In der Pause zwischen den Workshops standen an neun Informationstischen Mitarbeiter*innen aus Verwaltung und Beratung für Gespräche und Fragen zur Verfügung.    

Der Austausch unter den motivierten Teilnehmenden sowie die Inputs der Fachkräfte sorgten für eine offene und intensive Atmosphäre. Viele Gespräche setzten sich auch nach den Workshops fort. Gustav Fetzer, der sich im Begegnungscafé Eberstadt engagiert, begrüßte die Veranstaltung sehr: „Der Fachtag hat mir die Möglichkeit geboten, einmal über den Tellerrand hinauszuschauen. Die Begegnung und der Austausch mit anderen Ehrenamtlichen hat mich in meinem Engagement ermutigt. Durch das Kennenlernen von Aktivitäten anderer Gruppen habe ich Anstöße und Ideen für die eigene Arbeit erhalten.“

Mitgewirkt haben u.a. Vertreter*innen der Agentur für Arbeit, dem Amt für Soziales und Prävention, dem Amt für Wohnungswesen, der Ausländerbehörde, der Bildungskoordination für Neuzugewanderte, der Flüchtlingskoordination, dem Jugendmigrationsdienst, der Migrationsberatung für Erwachsene, dem Sportamt, dem Psychosozialen Zentrum für Geflüchtete Südhessen, Über den Tellerrand Frankfurt e.V. sowie dem Ehrenamtsbüro Roßdorf.   

Bei der Integration werden Geflüchtete mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Wohnungssuche, Spracherwerb und die Suche nach einer beruflichen Zukunft sind nur einige davon, die auch Ehrenamtliche hautnah miterleben. Gleichwohl entstehen durch die Begleitung persönliche Beziehungen und Freundschaften, die interkulturelle Grenzen überwinden und das Miteinander in der Stadt fördern. Der Fachtag setzte an diesen zwei Aspekten an, indem er Ehrenamtlichen Anregungen für den Umgang mit Herausforderungen und Chancen vermittelte und den Austausch zwischen Engagierten untereinander und mit Hauptamtlichen förderte.

Sarah Knöll und Katharina Kildau, Freiwilligenmanagerinnen in der Arbeit mit Geflüchteten im Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt, sowie Ehrenamtskoordinatorin Katharina Moosbauer vom Freiwilligenzentrum Darmstadt haben den Fachtag federführend organisiert. Für den Herbst planen sie die 3. Auflage des Forums Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe. Bei diesem Format steht die Vernetzung mit Ämtern und Behörden im Vordergrund.

Sarah Knöll

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