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Ausstellung "Konsumsplitter" im Offenen Haus

Martina HammelBild "Kakao hell" von Martina Hammel

„Konsumsplitter“ heißt eine Ausstellung, die nach dreimonatiger corona-bedingter Pause noch bis 10. Juli im Offenen Haus zu sehen ist. Die Künstlerin Martina Hammel hat in 30 Papierarbeiten das Thema Auswirkungen von Konsum, Handel und europäischer Subventionspolitik auf die Lebensbedingungen in afrikanischen Staaten verarbeitet.

„Konsumsplitter“
Nach Corona-Pause ist im Offenen Haus ab 18. Juni wieder eine Ausstellung zu sehen

„Konsumsplitter“ heißt die Ausstellung von Martina Hammel, die ab Donnerstag, 18. Juni, im Offenen Haus zu sehen ist. Die Künstlerin greift darin verschiedene Aspekte der Auseinandersetzungen um die europäische Migrationspolitik auf. Nach dreimonatiger Pause ist das Offene Haus nun für Ausstellungsgäste wieder geöffnet. Bei der Vernissage haben Martina Hammel und Doro Köhler, die in der „Antirassistischen Gruppe internationale Solidarität Darmstadt“ (agis) aktiv sind, eine Einführung geben. Für die musikalische Gestaltung sorgte der Perkussionist Anani Atthi. Zu der Ausstellung laden gemeinsam ein die Evangelische Erwachsenenbildung, agis, attac, Weltladen und Creative Art.

Die Ausstellung kann bis 10. Juli Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr und Freitag von 10 bis 13 Uhr im Offenen Haus, Rheinstraße 31, besucht werden. Eine Aufsicht achtet auf Einhaltung der geltenden Corona-Regeln.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden 30 Papierarbeiten zur globalen Konsumgesellschaft: Thema sind die Auswirkungen von Konsum, Handel und europäischer Subventionspolitik auf die Lebensbedingungen in afrikanischen Staaten. Hintergrund ist die Frage nach Fluchtgründen und dem Zusammenhang zu europäischer Politik. Begleitend zu den Bildern hat die Künstlerin im Austausch mit der „Antirassistischen Gruppe internationale Solidarität Darmstadt“ (agis) fragmentarische Texte verfasst. Sie wurden aus Pressemitteilungen und Veröffentlichungen erarbeitet. Die Originale werden in der Ausstellung von Postern begleitet, bei denen Ausschnitte der Texte mit Reproduktionen der Originale kombiniert wurden. Ergänzend zu der Thematik Fluchtursachen und Migrationspolitik wird außerdem die Serie „Resonanzen“ gezeigt, die Etappen von Flucht reflektiert.

Im Rahmen der Ausstellung laden die Veranstalter außerdem zu einem Vortrag am Mittwoch, 24. Juni, 19 Uhr, ins Offene Haus ein: Zum Thema „Fluchtursachen werden produziert“ referiert Dr. Boniface Mabanza Bambu von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) in Heidelberg. Die Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen, um anderswo nach neuen Perspektiven zu suchen, sind vielfältig. Sie reichen von Sicherheitsfragen über politische Motive bis hin zu ökonomischen Faktoren. Der Vortrag will einige dieser Faktoren analysieren und den Fokus auf jene Faktoren legen, die deutlich zeigen, dass Entscheidungen, die etwa von der EU und ihren Mitgliedstaaten getroffen werden, Konsequenzen auf Menschen in anderen Weltregionen haben können. Dies bedeutet, dass Fluchtursachenbekämpfung vor der eigenen Haustür beginnen muss. Auch zum Vortrag wird wegen des begrenzten Platzes (Abstandsregeln) um Anmeldung unter 06151 1362441 oder per Mail an winfried.kaendler@ekhn.de gebeten.

In der Beschäftigung mit den Themen Flucht und Migration geht es auch um die Auseinandersetzung mit Rassismus - und zwar sowohl im Blick auf die koloniale Geschichte europäischer Länder als auch auf die Gegenwart. Im „Raum der Stille“ können sich Besucher*innen mit kirchlichen Äußerungen zu Rassismus auseinandersetzen. „So erklärte die Ökumenische Weltversammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung 1990, dass alle Formen des – individuellen, kollektiven und systembedingten - Rassismus Sünde sind und ihre theologische Rechtfertigung Gotteslästerung. Diese klare Positionierung kann uns auch heute angesichts von rassistischer Gewalt Orientierung bieten“, sagt Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse. Zugleich gelte es, den Begriff ‚Rasse‘, der sich in älteren kirchlichen Texten wie auch im Grundgesetz findet, zu überwinden.

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