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Konzerte

Bach zum Volkstrauertag

Dekanat Vorderer OdenwaldDie Dekanatskantorei unter Leitung von Dekanatsmusiker Ulrich Kuhn

Die Dekanatskantorei Vorderer Odenwald unter der Leitung von Kirchenmusiker Ulrich Kuhn, vier Gesangssolisten und Orchester treten am Samstag, 16. November, 19 Uhr, in der evangelischen Kirche in Groß-Zimmern und am Sonntag, 17. November, 17 Uhr, in der evangelischen Stadtkirche Groß-Umstadt auf.

Im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald erklingt am Wochenende des Volkstrauertages eine wunderbare und stilistisch einzigartige Musik des großen Komponisten Johann Sebastian Bach mit verschiedenen Werken für Chor und Orchester.

Die Konzerte sind am Samstag, 16. November, 19 Uhr, in der evangelischen Kirche in  Groß-Zimmern und am Sonntag, 17. November, 17 Uhr, in der evangelischen Stadtkirche Groß-Umstadt. Es singt die Dekanatskantorei Vorderer Odenwald unter der der Leitung von Kirchenmusiker Ulrich Kuhn. Der Chor sowie die vier Gesangssolisten Katja Berker (Sopran), Katharina Ross, (Alt), Florian Löffler (Tenor) und Daniel Schäfer (Bass) werden von einem Orchester, bestehend aus Mitgliedern des Staatstheaters Darmstadt, begleitet.

Zur Bedeutung des Volkstrauertages
Der Volkstrauertag wurde 1952 als staatlicher Gedenktag eingeführt und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen. Gleichzeit beschäftigt sich dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr mit dem Thema Tod, dem Weltgericht und der Wiederkunft Gottes – Erde und Mensch werden vergehen, Gottes neue Welt kommt. So sind die drei Kantaten sowie die Motette passend zu den unterschiedlichen Inhalten gewählt.

Das Konzert beginnt mit einem Präludium (Nr. 22) aus dem Wohltemperierten Klavier, in einer Bearbeitung für Orchester. Nach dieser instrumentalen Einstimmung folgt die Kantate BWV (Bach-Werkeverzeichnis) 131 „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“. Diese Kantate ist ein sehr frühes Werk und entstand schon im Jahr 1707 in Mühlhausen. Der Text enthält keine freie Dichtung, sondern besteht aus dem Psalm 130 sowie den Strophen 2 und 5 des Chorals Herr Jesu Christ, du höchstes Gut von Bartholomäus Ringwaldt aus dem Jahre 1588.

Der Lebensweg als Schiffsreise
In beiden Textquellen wird das Flehen um Vergebung der Sünden thematisiert. Daher ist vermutet worden, dass der Anlass zur Komposition ein Bußgottesdienst gewesen sein könnte. Die folgende Motette „O Jesu Christ, meins Lebens Licht“ (BWV 118) ist eine siebenstimmige Trauerkomposition von Johann Sebastian Bach für Chor und Orchester. Aufgrund der ursprünglich reinen Blechbläserbesetzung der ersten Fassung ist es  wahrscheinlich, dass diese Musik bei einem Trauerzug oder am Grabe erklang. Die zweite Kantate BWV 56 „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ ist eine Solo-Kantate für Bass/Bariton und entstand 1726 – sie gehört daher zum dritten Leipziger Kantatenjahrgang. Der Text schildert das körperliche Leid und Schmerzen und vergleicht den Lebensweg mit einer Schiffsreise. Der mit dem Ende des Weges verbundenen Jenseitssehnsucht wird durch den abschließenden Choral „Komm, o Tod, du Schlafes Bruder“ Ausdruck verliehen. Die dritte Kantate BWV 70  „Wachet! Betet! Betet! Wachet!“ ist auf das Ende des Kirchenjahres gerichtet und thematisiert die Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi. Sie entstand bereits im Jahr 1716 und wurde, als erweiterte Kantate in Bachs erstem Jahr in Leipzig, am 21. November 1723 erstmals aufgeführt und ein weiteres Mal am 18. November 1731.

Der Eintritt beträgt zehn Euro, ermäßigt fünf Euro. Die Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Einlass ist 45 Minuten vor dem Konzertbeginn.

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