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Dekanat unterstützt Aktion zur Seenotrettung

Das Dekanat unterstützt die Aktion „United4Rescue“ und wirbt um Spenden für ein Schiff, das Flüchtlinge im Mittelmeer retten soll. "Wir sind Bündnispartner, weil wir davon überzeugt sind, dass jedes Leben in Seenot gerettet werden muss", sagt Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse. Gemeinden haben bereits Kollekten erhoben, die Kollekte beim Neujahrsempfang des Dekanats kam ebenfalls der Aktion zugute.

Ein Schiff der Nächstenliebe und der Mitmenschlichkeit
Evangelisches Dekanat Darmstadt-Stadt ist Bündnispartner bei „United4Rescue“

Das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt unterstützt die Aktion „United4Rescue“ (Vereint für Rettung) als Bündnispartner und wirbt um Spenden für ein Schiff, das Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot retten soll. Das Bündnis konnte Ende Januar das Forschungsschiff „Poseidon“ ersteigern. Jetzt muss das Schiff noch zum Rettungsschiff umgebaut werden, damit Gerettete versorgt und medizinisch behandelt werden können. Die erfahrene Organisation „Sea-Watch“ soll den Betrieb des Schiffes übernehmen.

„In unseren Gemeinden und Einrichtungen sind viele Menschen seit Jahren in der Begleitung und Unterstützung geflüchteter Menschen engagiert. Zugleich setzen wir uns für die Rechte und den Schutz geflüchteter Menschen wie auch anderer Menschen in Not und für ein gutes Zusammenleben der Verschiedenen in Darmstadt ein“, sagt Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse. „In unserer Arbeit hören wir von den Erfahrungen, die Menschen auf ihrer Flucht machen. Wir sind Bündnispartner von United4Rescue, weil wir davon überzeugt sind, dass jedes Leben in Seenot gerettet werden muss. Daher unterstützen wir die zivilen Seenotrettungsorganisationen, die dem Ertrinken nicht tatenlos zusehen, sondern da humanitär handeln und Menschenleben retten, wo staatliche Seenotrettung fehlt.“ Zum anderen gehe es auch darum, dafür einzutreten, dass die zivile Seenotrettung nicht kriminalisiert wird, dass die Pflicht zur Seenotrettung von der EU und ihren Mitgliedstaaten als staatliche Aufgabe wahrgenommen wird, dass geflüchtete Menschen faire Asylverfahren bekommen und dass Städte und Kommunen, die Schutzsuchende aufnehmen wollen, dies auch tun können. „Eine menschenrechtsbasierte Migrations- und Flüchtlingspolitik ist möglich. Wir erwarten von den europäischen Regierungen überzeugende Lösungen.“

Das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt begrüßt, dass Gemeinden Kollekten für das Projekt sammeln und hat selbst die Kollekte beim Neujahrsempfang dafür bestimmt. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, hatte Kirchengemeinden und Einrichtungen aufgerufen, das Bündnis zu unterstützen. Die EKHN selbst ist ebenfalls Bündnispartnerin. Insgesamt gab es bundesweit bislang mehr als 2500 Einzelspenden, so dass bereits genügend Geld für den Kauf des Schiffes zusammengekommen ist. Es werden nun weiterhin Spenden für den Umbau des Schiffes und dessen Betrieb im Einsatz im Mittelmeer benötigt.

Das Aktionsbündnis geht auf die Initiative des Rates der EKD und ihres Vorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm zurück, ein breites gesellschaftliches Bündnis zur Seenotrettung als „Bekenntnis zur Mitmenschlichkeit“ zu gründen. Bereits beim 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag im Juni 2019 in Dortmund hatte es eine Resolution am Weltflüchtlingstag gegeben, dass die Evangelische Kirche mit der Organisation „Sea-Watch“ und anderen Partnern ein eigenes Schiff ins Mittelmeer schicken soll.

Das Bündnis „United4Rescue“, das der EKD-Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm Anfang Dezember vorgestellt hat, wird von dem Verein „Gemeinsam retten“ getragen. Dem Bündnis gehören inzwischen mehr als 250 zivilgesellschaftliche Partner, darunter Landeskirchen, Dekanate, Kirchengemeinden, Diakonische Einrichtungen und Kommunen ebenso wie Vereine und Einzelpersonen an. Das Projekt ist auf voraussichtlich drei Jahre angelegt.

Interessierte können an den Trägerverein Gemeinsam Retten e.V. spenden:
IBAN: DE93 1006 1006 1111 1111 93; BIC: GENODED1KDB (Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank). Weitere Informationen auf der Website www.united4rescue.com.

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