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„Erbarme, die Hesse komme!“

Die „Große Eintracht“ kommt nach Dortmund

DEKT"Was für ein Vertrauen" lautet das Motto des Kirchentages in Dortmund.

Wenn am morgigen Mittwoch (19.6.) der Kirchentag in Dortmund startet, werben die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und das Bistum Limburg auch schon für den Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt.

Der Startschuss fällt bereits am Abend der Begegnung. Unter dem Motto „Die Große Eintracht“ bringen am 19. Juni EKHN, Bistum Limburg und die weiteren Gastgeberinnen und Gastgeber Musik aus Hessen mit nach Dortmund. Den Auftakt macht Duo Camillo – Kirchenkabarett aus dem Taunus – mit einem Kurzprogramm auf der Bühne im Propsteihof. Es folgt Musik von Minus Meier. Die Frankfurter Popband ist in Dortmund gleich mit mehreren Auftritten vertreten. Den Abschluss des Abends machen das Duo Peter und Sandra Matz. Sie kommen mit ihren Lieblingssongs. Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht.

Wolkenkratzer und Himmelsstürmer

Passend zum Leitwort „Was für ein Vertrauen“ können Teilnehmende mitten auf dem Propsteihof in Dortmund einen virtuellen Balanceakt über Frankfurt wagen. Mit einer Virtual Reality Brille auf der Nase können Wagemutige auf einem Balken balancieren und die Stadt am Main aus luftiger Höhe betrachten. Das Motto: „Wolkenkratzer und Himmelsstürmer willkommen!“ Quasi auf Augenhöhe mit der Skyline wandern Neugierige ohne Höhenangst zwischen Kirch- und Bankentürmen Frankfurts in 3D-Optik umher. Immer wieder neue Aussichten gibt es zu genießen, wenn sich die Wolken auftun und den Blick auf Römer oder Eisernen Steg, auf Börse oder Europäische Zentralbank freigeben.

Ansichtssache Frankfurt

Mit beiden Füßen fest auf dem Boden lassen sich von Donnerstag bis Samstag auch neun interessante Ecken von Frankfurt entdecken. Viermal am Tag bietet eine Gästeführerin ihr Wissen und ihre Geschichten im Rahmen einer Stadtführung zu neun Bildern aus Frankfurt auf dem Propsteihof-Gelände an. Neben den Stadtansichten, liefern auch Tonspuren per QR-Code Hinweise auf das, was Frankfurt interessant und liebenswert macht. So kann man auch außerhalb der Führungen auf eigene Faust neue Ansichten über die Metropole am Main gewinnen.

Ökumenische Wohnzimmeratmosphäre

Im „ökumenischen Wohnzimmer“ - ebenfalls auf dem Propsteihof an der Silberstraße - kommen Gäste vertrauensvoll ins Gespräch über Gott und die Welt, über Unterschiede und Gemeinsamkeiten, über Religion und Ökumene. In einer ganz informellen Atmosphäre stehen hier die gastgebenden Kirchen für Diskussionen und persönliche Gespräche zur Verfügung. Unter anderem werden Limburgs Bischof Georg Bätzing und Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung am Samstag, 22. Juni um 15 Uhr im Wohnzimmer Platz nehmen und ganz Ohr für die Fragen der Teilnehmenden sein. Am Freitag, 21. Juni um 15 Uhr wird Bischof Martin Hein von der EKKW mit Konrad Raiser, dem ehemaligen Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, ökumenische Themen erörtern. Weihbischof Thomas Löhr aus dem Bistum Limburg spricht am Freitag, 21. Juni um 12 Uhr mit Ulrike Scherf, der Stellvertretenden Kirchenpräsidentin der EKHN. Ingeborg Schillai, Präsidentin der Limburger Diözesanversammlung, trifft schon am Donnerstag, 20. Juni um 12 Uhr auf Susanne Bei der Wieden, stellvertretende Präses der Synode der EKHN, um miteinander und mit Kirchentagsbesucherinnen und –besuchern ins Gespräch zu kommen. Einen ersten Einblick in das Programm auf dem Propsteihof gibt es unter: www.oekt-frankfurt.de/thema/propsteihof

Evangelisch und katholisch in großer Zahl

Rund 5000 Menschen aus dem Bistum Limburg und der EKHN – darunter eine große Gruppe aus dem Dekanat Bergstraße - finden dieses Jahr den Weg nach Dortmund. Mit dabei sind auf Einladung des Deutschen Evangelischen Kirchentages Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden aus dem künftigen Quartiersbereich des Ökumenischen Kirchentags, um die Herausforderungen des Großereignisses schon hautnah kennenzulernen. Rund ein Drittel der zirka 100 Mitwirkendengruppen aus dem Bereich sind ebenfalls mit ökumenischen oder interreligiösen Projekten am Start. Sie finden sich auf dem Markt der Möglichkeiten ebenso wie im Zentrum Jugend, dem Zentrum Gottesdienst, bei der Popularmusik oder bei den Bläserinnen und Bläsern sowie Chorsängerinnen und -sängern. Auch unter den Helfenden finden sich – wie bei schon vielen Kirchentagen – katholische, evangelische und muslimische Mitwirkende. Dazu gehören unter anderem, Pfadfinderinnen und Pfadfinder sowie Engagierte aus Jugendverbänden und Gemeinden.

Staffelübergabe an Frankfurt

Ab Samstag, 22. Juni wird es schließlich wirklich ernst für alle aus der Kirchentagsregion 2021: Dann werden die Stadt Dortmund und die Evangelische Kirche von Westfalen offiziell den Staffelstab an die Gastgebenden des Frankfurter Treffens weiterreichen. Und am Ende des Schlussgottesdienstes am Sonntag, 23. Juni, erhalten alle dann auch noch einen zünftigen Vorgeschmack auf Frankfurt. Eine Begrüßungskarte mit klassischem Bembel und der Aufschrift „Ei gude, Kerschedaach!“ macht neugierig auf Hessen.

Sportliches Erbarmen oder Kicker gnadenlos?  „Die Hesse komme!"

Und am Ende dann doch noch einmal Fußball in Dortmund. Nicht die Eintracht vom Main, sondern das Pfarrer-Fußball-Team aus der EKHN kämpft in der Kirchentagsstadt 2019 wieder um den Siegerpokal bei den traditionellen „Popen Open“. Das Turnier gilt als inoffizielle deutsche Meisterschaft für Pfarrerinnen und Pfarrer. Männer und auch Frauen aus Hessen-Nassau wechseln dann wieder Trikot gegen Talar. Und statt einem Segen hallt dann am Donnerstag der klassische Schlachtruf der EKHN-Kirchenkicker über den heiligen Rasen: „Erbarme, die Hesse komme!“

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