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Eltje Reiners verabschiedet

DekanatEltje Reiners

Stadtjugendreferentin Eltje Reiners wechselt vom Dekanat zur Landeskirche. Ab 1. November wird sie im Fachbereich Kinder und Jugend im Zentrum Bildung der EKHN mit Sitz in Darmstadt als Landesjugendreferentin tätig sein. Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse, Präses Carin Strobel und Pfarrer Frank Briesemeister vom DSV verabschiedeten sie aus ihrem Dienst im Stadtjugendpfarramt.

DekanatTeam Stadtjugendpfarramt

Viel in Bewegung gebracht
Eltje Reiners wechselt als Jugendreferentin vom Dekanat zur Landeskirche

Es ist so beides: Der Abschied tut weh, aber der Anfang tut auch gut. Bei Eltje Reiners hat beides seinen Platz bei ihrer Verabschiedung corona-bedingt im Freien vor der *huette. Nach 16 Jahren wechselt die Stadtjugendreferentin vom Dekanat zur Landeskirche. Ihr Arbeitsort bleibt jedoch Darmstadt. Der Fachbereich Kinder und Jugend ist Teil des Zentrums Bildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, das seinen Sitz in der Erbacher Straße hat. „Dann habe ich es noch näher zur Arbeit“, sagt die Sechsundvierzigjährige, die mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Martinsviertel wohnt. Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse, Präses Carin Strobel und Pfarrer Frank Briesemeister, im Dekanatssynodalvorstand für Kinder und Jugend zuständig, verabschiedeten Eltje Reiners aus ihrem Dienst im Stadtjugendpfarramt. Stadtjugendpfarrerin Dagmar Unkelbach und das Team der *huette hatten eine kleine Abschiedsfeier vorbereitet.

Eltje Reiners begann im Jugendhaus *huette 2004 zunächst in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. 2012 trat sie die Nachfolge der langjährigen Stadtjugendreferentin Edel Böhm an. In den 16 Jahren hat Eltje Reiners manchen Pfarrer und manche Pfarrerin im Stadtjugendpfarramt erlebt. Einen, mit dem sie viele Jahre vertrauensvoll zusammengearbeitet hat, sieht sie nun bald wieder: Gernot Bach-Leucht wird ihr neuer Chef im Fachbereich Kinder und Jugend sein. „Es werden viele Linien weitergehen“, sagte Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse in ihrer Würdigung von Eltje Reiners, die sie als „empathisch und kreativ“ beschreibt. Eltje Reiners werde sich auch weiterhin für die Interessen von Kindern und Jugendlichen einsetzen, diese zu Gehör bringen, und jugendpolitisch tätig sein. „Mir war es immer wichtig, dass Jugendliche eine Heimat finden in einer wichtigen Phase ihres Lebens“, sagt Eltje Reiners. Darüber hinaus wollte sie ihnen „eine Stimme geben als Teil der Gesellschaft“, eine Art Anwaltschaft für Kinder und Jugendliche einnehmen, und sie gleichzeitig befähigen, „ihre eigene Stimme zu erheben“. Auch als „Übersetzerin“ sah sich Eltje Reiners, genauso wie als „Schaltstelle“ zwischen Jugendlichen und Erwachsenen in Kirche und auch Politik. Eltje Reiners ist zudem stellvertretende Vorsitzende des Hessischen Jugendrings und war für diese Tätigkeit teilweise freigestellt. Sie selbst wurde bereits als jugendliche Pfadfinderin in Babenhausen „in der Jugendverbandsarbeit sozialisiert“, wie sie sagt.

Die Pädagogin habe „viel in Bewegung gebracht“, lobte die Dekanin. Sie habe junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung begleitet und bestärkt, sie in Selbstverantwortlichkeit und Demokratiebildung gefördert sowie Genderfragen eingebracht. Die Unterstützung der Evangelischen Jugendvertretung war ihr eine Herzensangelegenheit. Bei dem ersten Vorstandstreffen, bei dem Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse zu Gast war, habe sie deutlich gespürt, wie gut Eltje Reiners mit den Jugendlichen in Kontakt war. In der Stadtpolitik hat Eltje Reiners einen Namen, war sie doch in zahlreichen Gremien jugendpolitisch tätig. Ihr großes Engagement und ihre Kompetenz wurden in Kirche und Stadt sehr geschätzt. Über Jahre hat sie den Prozess der Neukonzeption der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Darmstadt mitbegleitet. Auch die Ausbildung jugendlicher Mitarbeitender war ihr wichtig, wie etwa durch das Qualifizierungsprogramm „Juleica“ (Jugendleiter*innencard). Zum Thema Kindeswohl hat Eltje Reiners zusammen mit einer Arbeitsgruppe ein Konzept erstellt und war hier auch Ansprechpartnerin im Dekanat. Mit den in der Kinder- und Jugendarbeit in den Gemeinden und Regionen tätigen Gemeindepädagog*innen hat sie gemeinsame Projekte wie den Dekanatskonfitag durchgeführt. Ein besonderes Highlight war für sie unter anderem das Symposion zum 50-jährigen Jubiläum der *huette 2008, das sie federführend organisiert hat.

Eltje Reiners wird sich nun in ihrer neuen Aufgabe auf Landeskirchenebene „etwas weiter entfernen von der Zielgruppe“ und „mehr mit Multiplikator*innen zusammenarbeiten“. Auf sie warten drei Aufgabengebiete: die Begleitung des Prozesses „Gerechte kirchliche Jugendpolitik“, innovative Projekte sowie Fach- und Praxisberatung in drei Propsteien. Sie freut sich darauf, durchs Kirchengebiet zu reisen und „gute Ideen in der Jugendarbeit zu sammeln“, auch neue digitale Formate, die nicht zuletzt durch Corona entstanden sind. „Ich werde mit offenem Auge und Ohr unterwegs sein“, sagt sie. „Wir lassen Sie ungern gehen“, sagte Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse am Ende der Verabschiedung, „aber wir können einen Wechsel nach 16 Jahren gut verstehen.“ Solche Chancen böten sich nicht alle Tage.

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