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Eva Reuter verabschiedet sich vom Kirchenladen

Eva Reuter verabschiedet sich aus dem ökumenischen Kirchenladen. Fast sechs Jahre lang hat die Pastoralreferentin hier gewirkt. Jetzt beginnt sie am 1. Mai ihre neue Stelle als Dekanatsreferentin im Katholischen Dekanat Mainz. Für ihre Zeit bei Kirche & Co. als "ökumenisches Lernfeld" ist die Dreiundvierzigjährige dankbar.

DekanatEva Reuter

Zuhören und gemeinsam Lösungen finden

Pastoralreferentin Eva Reuter verabschiedet sich aus dem ökumenischen Kirchenladen in Darmstadt

Es war jedes Mal wieder eine Überraschung: Während ihres Dienstes im ökumenischen Kirchenladen wusste Eva Reuter nie, was sie erwartet. Wenn die Tür aufging, hörte sie sich erst einmal an, welches Anliegen der Besucher oder die Besucherin wohl hat. Entweder wollte jemand nur eine Adresse, bat um Wechselgeld oder kam, um eine Geburtstagskarte oder auch eine Konzertkarte zu kaufen.

Manchmal wollte eine Person auch einfach nur im Warmen sitzen oder ein Glas Wasser trinken. Viele Menschen aber kommen mit konkreten Fragen in den Kirchenladen: Was müssen sie beachten, wenn sie Taufpate werden wollen? Wie können sie wieder in die Kirche eintreten? Wo finden sie Rat bei einem Sterbefall? „Meistens haben sich über einfache Anlässe gute seelsorgerliche Gespräche ergeben“, sagt Eva Reuter. Die Pastoralreferentin hat knapp sechs Jahre bei Kirche & Co. gearbeitet und vertrat in der ökumenischen Einrichtung die katholische Seite. Ihre evangelischen Kolleginnen Pfarrerin Ulrike Hofmann und die Sozialarbeiterin Nikola Beth sowie die vielen ehrenamtlich Mitarbeitenden wird Eva Reuter vermissen. Genauso wie die täglichen Überraschungen und die guten Gespräche.

„Das waren immer schöne Herausforderungen“, so Eva Reuter, die mit Mann und Tochter in Ginsheim-Gustavsburg lebt. „Es gab schöne und auch traurige Gespräche“, sagt die Katholikin, die in Alsbach an der Bergstraße aufgewachsen ist. Oft haben Begegnungen im Laden im Offenen Haus „beide Seiten bereichert“. Ein Anliegen war es ihr auch, mit den Menschen, die mit Fragen kamen, gemeinsam Lösungen zu finden, auch wenn sie sie nur an andere Stellen verweisen oder ihnen nur eine Telefonnummer weitergab. „Mein Job war es, erst einmal zuzuhören“, sagt die 43-Jährige. Sie habe sich immer bemüht, den Menschen freundlich und offen zu begegnen. Ihre kommunikative Art kam ihr dabei zugute.

Gern hat sie Aktionen des Kirchenladens mitten in der Stadt organisiert, etwa beim Weinfest oder Weihnachtsmarkt. Schön fand sie auch, den Gospelgottesdienst beim Schlossgrabenfest mitzugestalten. „Ihr Ding“ war außerdem die Öffentlichkeitsarbeit, sei es die Gestaltung des Schaufensters, das Verfassen von Pressemitteilungen oder die Pflege der Website. Gerade die Bandbreite, Angebote für Menschen, die weniger mit Kirche zu tun haben, und die verbunden mit der Kirche sind, gefiel ihr. Gern hat die Theologin Andachten wie jetzt in der Passionszeit im Offenen Haus mitgestaltet.

Geschätzt hat sie beim Ökumenischen Kirchenladen, der gerade sein 20-jähriges Bestehen gefeiert hat, das Miteinander. Sie freut sich immer noch darüber, was ökumenisch alles zusammen geht. Als ihr persönliches „ökumenisches Lernfeld“ hat sie diesen Ort gesehen, für den sie dankbar ist. Im Mai fängt sie als neue Dekanatsreferentin im Dekanat Mainz an. An ihrem neuen Wirkungsort in Mainz wird sie ebenfalls den Kontakt zur evangelischen Kirche in der Stadt suchen und pflegen, wie sie sagt.

Mitunter musste sie sich auch schon einmal Kritik an der katholischen Kirche von Besucherinnen oder Besuchern anhören. Das sollte auch seinen Platz haben, wie sie sagt, und sie war immer bereit zur Diskussion. Doch eins hat sie auch gelernt: „dass man nicht alles persönlich nehmen darf“.

Am Gründonnerstag ist ihr letzter Arbeitstag. Offiziell verabschiedet wird sie am 19. August bei der nächsten Mitgliederversammlung des Trägervereins Kirche in der City von Darmstadt e.V.

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