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"Churches for Future"

Evangelische Kirche im Klimastreik

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat sich am vergangenen Freitag, 29. November, erneut an den weltweiten Klimaschutzprotesten beteiligt. Zahlreiche EKHN-Vertreter*innen nutzten die parallel stattfindende Herbsttagung der Kirchensynode im ehemaligen Frankfurter Dominikanerkloster als Gelegenheit, die "Fridays-for-Future"-Proteste in der Mainmetropole zu unterstützen.

privatUnterstützung erhielten die Forderungen der Frankfurter "Fridays-for-Future"-Demonstrant*innen auch aus dem Evangelischen Dekanat Rodgau: Zusammen mit dem theologischen Referenten der EKHN-Kirchensynode, Pfarrer Martin Franke (li.), waren der Dekan des Evangelischen Dekanats Rodgau, Pfarrer Carsten Tag, sowie die Rodgauer Kirchensynodale Elke Tomala-Brümmer in der Innenstadt unterwegs.

Schon zuvor hatte die hessen-nassauische Landeskirche vor ihrem Frankfurter Sitz aus Solidarität eine „Churches-for-Future"-Flagge gehisst. Zudem regten das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung sowie das Zentrum Ökumene dazu an, sich bei den Protesten im Vorfeld des 25. UN-Klimagipfels „COP25“ (2. bis 13. Dezember in Madrid) zu engagieren. So könnten Gemeinden beispielsweise anlässlich des Treffens Fragen des Klimaschutzes in Andachten und Gottesdiensten zum Thema machen.

Sorge um die Schöpfung

Zuletzt hatte bereits der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, erklärt, wie wichtig es sei, „die Stimme der Kirche für die Bewahrung der Schöpfung vor Ort hörbar zu machen“. Nach Worten Jungs ist „die Sorge um eine gute und lebenswerte Welt für die nächsten Generationen eine vordringliche Aufgabe“. Die Bewahrung der Schöpfung sei schon seit Jahrzehnten ein zentrales Thema für die Kirche, so Jung. Aus Sicht des christlichen Glaubens werde die von Gott geschaffene Welt als Gabe verstanden, die den Menschen geschenkt und anvertraut sei. Damit sei der Auftrag verbunden, sorgsam mit ihr umzugehen und sie zu bewahren, erklärte er. Für die evangelische Kirche gehöre zu dem Engagement für den Klimaschutz auch die Frage,  „ob wir selbst schon genug dafür tun, wo wir dies können“, sagte Jung.

Zukunft der von Gott geschaffenen Erde

Nach Angaben von Kathrin Saudhof,  Referentin für Klimaschutz im hessen-nassauischen Zentrum für Gesellschaftliche Verantwortung (Mainz), und Helmut Törner-Roos, Referent für den Kirchlichen Entwicklungsdienst im Zentrum Ökumene (Frankfurt) ist es wichtig, „als Christinnen und Christen hörbar und sichtbar mit dabei zu sein, wenn es darum geht, für Klimagerechtigkeit und für die Zukunft der von Gott geschaffenen Erde einzutreten“.

Andachten unter dem Motto „Prayers for Future“ 

Das Bündnis "Churches for Future", zu dem die EKHN gehört, befürwortet ebenfalls den Aufruf. Erneut hatte auch die „Klima-Allianz“, ein Zusammenschluss von über 120 deutschlandweiten Verbänden und Organisationen, zu dem die EKHN ebenfalls gehört, dazu aufgerufen, die weltweiten Klimaproteste zu unterstützen. So könnten Andachten unter dem Motto „Prayers for Future“ angeboten werden.

HINTERGRUND: Hessen-Nassau und die Klimaproteste von "Fridays for Future"

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ist im Mai 2019 auch dem neuen Netzwerk „Churches for Future“ beigetreten und bekundet damit ihre Solidarität mit den Schülerprotesten „Fridays for Future“. Insgesamt sind aktuell mehr als 16 Landeskirchen, kirchliche Einrichtungen und Organisationen dem Aufruf des ökumenischen Netzwerks „Klimagerechtigkeit“ gefolgt, das die Aktion „Churches for Future“ initiiert hatte.

In einem gemeinsam unterzeichneten Schreiben heißt es: „Wir als Kirchen und kirchliche Organisationen zollen den Protestierenden großen Respekt und unterstützen die Anliegen der jungen Generation. Wir bitten daher die Mitglieder unserer Kirchen und kirchlichen Organisationen ihr Engagement für Klimagerechtigkeit sowohl im persönlichen als auch im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben deutlich zu verstärken.“ Die Kirchen sehen sich selbst dabei auch ausgesprochen kritisch und wollen den eigenen Versäumnissen im Klimaschutz verstärkt nachgehen.

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