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Gedenkgottesdienste zum 80. Jahrestag des Kriegsbeginns

Für den Frieden – Gegen den Krieg

gemeinfreiDie polnische Stadt Wielun nach dem Angriff der deutschen Luftwaffe am 1. September 1939

Der Beginn des 2. Weltkriegs jährt sich am 1. September zum 80. Mal. Zu diesem Anlass lädt das Evangelische Dekanat Bergstraße in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kirchengemeinden zu zwei Gedenkgottesdiensten in Heppenheim und in Lampertheim ein.

Was vor 80 Jahren mit dem Überfall Deutschlands auf Polen begann, hatte millionenfach Tod und Verderben zur Folge. Weit mehr als die Hälfte der über 60 Millionen Kriegstoten waren nicht unmittelbar am Krieg beteiligt. Es waren Zivilisten: Männer, Frauen, Kinder. Die Zivilbevölkerung war durch die Bombardements mit einem bis dahin nicht gekannten Ausmaß an Zerstörung konfrontiert. Viele, die den Krieg überlebten, waren amputiert, verletzt, zerstört an Leib und Seele. In der Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nazis überlebten die wenigsten. Wer mit dem Leben davon kam und befreit wurde, trug schwer am Trauma des Erlebten.

Krieg bricht nicht einfach aus, der Frieden auch nicht

„Am 1. September 1939 gab es nicht den Ausbruch des 2. Weltkriegs. Krieg ist kein Naturgesetz, Krieg bricht nicht einfach aus. Kriege werden von Menschen gemacht und geführt“, betont Dekan Arno Kreh, der in Heppenheim die Predigt halten wird. Nach seinen Angaben soll in den Gottesdiensten deutlich werden, was Krieg für die Menschen bedeutet und dass es aller Anstrengung wert ist, sich aktiv für den Frieden einzusetzen. „Nicht nur der Krieg bricht nicht einfach aus, der Frieden auch nicht. Frieden ist alles andere als selbstverständlich. Für Frieden müssen wir uns engagieren“, so der Bergsträßer Dekan.

Gedenkgottesdienste in Heppenheim...

Der Gottesdienst in der Heppenheimer Christuskirche (Theodor-Storm-Str. 10) beginnt um 10 Uhr. Dort ist ab dem 1. September auch die vom Evangelischen Dekanat konzipierte Ausstellung „Verstehen – Vergeben – Versöhnen“ zu sehen. Auf großformatigen Plakaten kommen 16 Zeitzeugen aus der Region Bergstraße zu Wort, die noch persönliche Erinnerungen an den 2. Weltkrieg haben.

... und in Lampertheim

Der Gottesdienst in der Lampertheimer Domkirche (Kaiserstr.), zu dem das Dekanat, die Lukasgemeinde und die Stadt Lampertheim gemeinsam einladen, beginnt ebenfalls um 10 Uhr. Er wird liturgisch gestaltet mit Textlesungen und Gebeten für den Frieden. Es wirken Vertreterinnen und Vertreter aus den Partnerstädten Lampertheims mit, das mit Adria (Italien), Dieulouard, Ermont (beide Frankreich), Maldegem (Belgien), Swidnica (Polen) und Wierden (Niederlande) verschwistert ist.

Im Anscluss an den Gottesdienst wird im Haus am Römer (Domgasse 2) die Ausstellung „In der Wahrheit leben. Aus der Geschichte von Widerstand und Opposition im 20. Jahrhundert“ eröffnet. Einführung durch Annemarie Franke - Mitglied des Vorstands der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung.

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