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Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen beim Neujahrsempfang geehrt

Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen mit Dekanin und Präses beim Neujahresmpfang

Die Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen sind beim Neujahrsempfang des Dekanats besonders geehrt worden. Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse nahm in ihrer Neujahrsansprache die Jahreslosung in den Blick, berichtete über Aktivitäten des vergangenen Jahres und nannte Aufgaben und Herausforderungen des neuen Jahres.

Menschen in ihren Lebenssituationen begleiten
Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen beim Neujahrsempfang des Dekanats geehrt

Mit der Frühlingssonate von Beethoven hat sich das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt auf das neue Jahr eingestimmt. Rund 120 ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitende lauschten beim Neujahrsempfang des Dekanats dem virtuosen Spiel von Joachim Enders am Klavier und Ingo de Haas an der Violine, passend zum Beethoven-Jahr 2020. Präses Carin Strobel begrüßte die Gäste und führte durch den Abend. Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse ging in ihrer Neujahrsansprache auf die Jahreslosung „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9, 14-29) ein. Zwar sei die Losung anstößig, doch könne sie angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche gerade deshalb auch hilfreich sein. In ihrer Auslegung der biblischen Heilungsgeschichte, aus der die Losung stammt, sagte Ulrike Schmidt-Hesse: „Begegnungen mit Leid und mit Verblendung von Menschen führen dazu, dass Zweifel den Glauben begleitet.“ Doch „wer dem Zweifel standhält und Hoffnung bewahrt, wer bereit ist, Gott Glauben zu schenken, kann Erfahrungen mit ihm machen“, Vertrauen könne wachsen, „ein Vertrauen, das Zweifel und unbeantwortete Fragen aushält“. Das Wort Glaube ziele auf Vertrauen und Treue, so die Dekanin, es gehe um „unsere Haltung Gott gegenüber und es geht um unser Verhalten“. Die Losung fordere auch zum Hinterfragen auf: „Sind wir in unserem Reden und Handeln Gott treu? Ist unsere Verkündigung in Wort und Tat auf Christus bezogen, befreiend, inklusiv, gemeinschafts- und friedensstiftend?“

Die Dekanin blickte auf das vergangene Jahr 2019 zurück und gab einen Ausblick auf das neue Jahr. Dabei berichtete sie von der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Kitas, Gemeinden und Jugendhäusern. „Die Begleitung und Förderung von Kindern und Jugendlichen, gerade auch derjenigen in schwierigen Lebenslagen, liegt uns am Herzen“, so die Dekanin. Im Fusionsprozess mit dem Dekanat Darmstadt-Land gingen die Planungen für den gemeinsamen Dekanatssitz in der Kiesstraße 14 weiter. Eine Herausforderung seien die zurückgehenden Mitgliederzahlen, was sie bedauere und auch enttäusche. Es mache ihr aber keine Angst: „Auch eine kleiner werdende Kirche kann höchst relevant sein für das Leben der Menschen und für das Zusammenleben der Gesellschaft.“ Wichtig sei es, „dass wir eine offene und öffentliche, eine profilierte und vielseitige Kirche bleiben, die im Alltag der Menschen präsent ist und ihre Lebensfragen aufnimmt“. Eine weitere Herausforderung sei die zunehmende Verrohung in der Gesellschaft. Hier gelte es „allen Formen von Menschenfeindlichkeit entgegenzutreten“. Hierfür erntete sie Zwischenapplaus. „Einstehen für Demokratie und Weltoffenheit, für Gerechtigkeit und Frieden, das gehört für mich zu unserer Existenz als Christinnen und Christen und Bürgerinnen und Bürger“, so Ulrike Schmidt-Hesse. Sorgen mache ihr zudem die drohende Spaltung in der Gesellschaft zwischen Reichen und Armen, zwischen an Globalisierungs- und Digitalisierungsprozessen Beteiligten und anderen, die sich draußen fühlen. Zudem erfordere die Klimakrise eine grundlegende Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft wie auch im persönlichen Lebensstil. Viele Menschen seien verunsichert und suchten Halt und Orientierung. „Da haben wir als Kirche in der Stadt eine große Aufgabe und viele Möglichkeiten in all unseren Handlungsfeldern.“ Es gelte, Vertrauen, Mut und Mitgefühl zu fördern. Seelsorge habe dabei eine besondere Bedeutung. Zudem sei es wichtig, „Begegnungen zwischen Menschen der verschiedenen ‚Welten‘“ zu fördern.

Besonders geehrt wurde die Gruppe der Mitarbeitenden im Gemeindepädagogischen Dienst. Mike Breitbart, Fachreferent der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, würdigte deren Arbeit. Sie brächten ihre besonderen Talente im Dekanat ein und gäben immer wieder neue Impulse. Sie richteten ihren Blick nach innen, aber auch nach außen. Gemeindehäuser, in denen sie unter anderem tätig seien, seien Orte sowohl für Kirchenmitglieder als auch Orte für das Gemeinwesen. Gemeindepädagoginnen und –pädagogen begleiteten Kinder und Jugendliche und förderten das Engagement von jungen Ehrenamtlichen. Andere seien in der Klinikseelsorge und Begleitung von hochbetagten Menschen im Dekanat aktiv. Sie nähmen die Themen in den Regionen wahr, leisteten Lebensbegleitung und seien stets verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Sie nähmen das Religiöse im Alltäglichen in den Blick und auch das Alltägliche im Religiösen, so Breitbart. So leisteten sie ihren spezifischen Beitrag zur Kommunikation des Evangeliums in Wort und Tat im Dekanat.

Geehrt wurden: Stadtjugendreferentin Eltje Reiners, Antje Sandrock-Böger (Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Stadtjugendpfarramt), Birgit Heckelmann (Kinder- und Jugendarbeit in der Region Martinsviertel und Aufgabenbereich Inklusion), Godwin Haueis (Kinder– und Jugendarbeit in der Johannesgemeinde und in der Region Innenstadt), Andreas Schitt (Kinder- und Jugendarbeit in der Region Bessungen und Projektstelle "Technik-Nerds" und "Religiöse Sprachfähigkeit"), Sabine Kreitschmann (Kinder- und Jugendarbeit in der Region Eberstadt und Aufgabenbereich Familien- und Gemeinwesenarbeit), Susanne Oppitz und Ute Blum (Arbeit mit hochbetagten Menschen), Linda Linnert (Klinikseelsorge Alice-Hospital, in den Kinderkliniken und im Klinikum Darmstadt), Susanna Weber (Kinder- und Jugendarbeit in der Thomas- und Christuskirchengemeinde in Kooperation mit dem Evangelischen Jugendwerk EJW), Geraldine Walsdorf (Kinder- und Jugendarbeit in der Auferstehungs- und Kreuzkirchengemeinde in Kooperation mit dem Christlichen Verein Junger Menschen CVJM).

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