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Gemeinsam im Glauben

sru/Dekanat Vorderer OdenwaldLeon Regenbrecht macht ein Freiwilliges Soziales Jahr im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald und in der Kirchengemeinde Schaafheim.

Dass das Evangelische Dekanat Vorderer Odenwald und die Kirchengemeinde Schaafheim ein Freiwilliges Soziales Jahr anbieten, spricht sich rum. Mit Leon Regenbrecht ist derzeit der zweite FSJler im Einsatz.

Nach dem Abitur an der Bachgauschule wollte Leon Regenbrecht nicht gleich studieren, sondern erst einmal ein wenig in einen Arbeitsbereich hineinschnuppern, den er später vielleicht auch beruflich machen will. Seit 1. September absolviert der 19 Jahre alte Schaafheimer sein Freiwilliges Soziales Jahr im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald und in der Kirchengemeinde Schaafheim. 2019 hat Leon Regenbrecht ein Praktikum in der Gemeinde bei Pfarrer Stefan Thomanek, der mittlerweile in den Westerwald gewechselt ist, gemacht. Dort lernte er Paul Strobl kennen, der als Erster ein Freiwilliges Soziales Jahr im Dekanat und in Schaafheim absolvierte, und erfuhr von der Möglichkeit des FSJs auf Dekanats- und Gemeindeebene.

Großveranstaltungen abgesagt
Corona-bedingt ist zwar alles anders als gedacht – sämtliche Großveranstaltungen des Dekanats wie „Rock the Church“, „Feel the Church“ und Radio Wein-Welle und vieles andere mussten abgesagt oder unter anderen Vorzeichen organisiert werden. Über fehlende Arbeit oder gar Langeweile kann Leon Regenbrecht dennoch nicht klagen. Im Gegenteil. Er begleitetet im September die „Klappstuhltour“, bei der in verschiedenen Kirchengemeinden Impulse und Gespräche im Freien auf Klappstühlen angeboten wurden, er ist bei sämtlichen digitalen Formaten dabei, filmt und schneidet Videos, begleitet den Konfirmandenunterricht in Langstadt, war in den digitalen Adventskalender mit eingebunden, packte nebenbei noch Päckchen für Ehrenamtliche und tütete Jahresprogramme ein. „Dieses Jahr wird vor allem die Kreativität und die Flexibilität schulen“, sagt Leon Regenbrecht.

Weiterentwicklung im Ehrenamt
Vor seiner Konfirmation hatte Leon Regenbrecht nicht so viel mit Kirche am Hut. Doch im Konfirmandenunterricht sprang der Funke über – durch tiefergehende Themen, solche, die auch junge Menschen betreffen, Fragen nach Tod und Sterben, nach Jesus und dem Heiligen Geist. „Ich bin von unserem Konfirmanden-Konzept echt überzeugt“, sagt der 19-Jährige.

Für Leon Regenbrecht war es der Einstieg ins Ehrenamt. Seitdem engagiert er sich regelmäßig in der Gemeinde, sogar als er für das Abitur lernen musste. „Ich habe Fähigkeiten von mir kennengelernt, von denen ich nicht wusste, dass ich sie habe“, sagt Leon Regenbrecht. Zum Beispiel? Er sei zurückhaltend gewesen, ja schüchtern, und habe „ungern viel geredet“. Mittlerweile leitet er sogar Gruppen und gibt Konfirmandenunterricht. Beim ersten Lockdown im März 2020 hat er das Livestreaming von Gottesdiensten technisch umgesetzt.

Gute Gemeinschaft
Der christliche Glaube ist für ihn vor allem Beziehung – zu Gott und zu anderen Christen. „Beziehung und Kontakt zu Menschen ist das, wovon Gemeinde lebt, und das geht gerade ziemlich verloren.“ Die Gemeinschaft gefällt ihm – auf Gemeinde- wie auf Dekanatsebene –, die Zusammenarbeit mit ganz unterschiedlichen Leuten, das Vertrauen, das ihm entgegengebracht werde und der Freiraum, eigene Projekte zu verwirklichen.

Für ihn ist das Freiwillige Soziale Jahr auch eine Weichenstellung: Er habe lange vorgehabt, Polizist zu werden, so Leon Regenbrecht, jetzt überlegt er, an der Evangelischen Hochschule Darmstadt Soziale Arbeit mit gemeindepädagogischem Profil zu studieren oder digitale Medien.

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