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Klimaschutz-Demonstration in Darmstadt

Nach dem von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als unzureichend kritisierten „Klima-Paket“ der Bundesregierung und wenige Tage vor der Weltklimakonferenz in Madrid hat „Fridays for Future“ mit 45 weiteren Organisationen in Darmstadt zur Demonstration aufgerufen. Das Evangelische Dekanat war mit Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse wieder mit dabei.

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Dekanat bei Demo dabei
Evangelische Kirche beteiligt sich an „Fridays-for-Future“-Protesten in Darmstadt

#NeustartKlima hieß es am 29. November, dem Freitag vor dem Beginn der Klimakonferenz in Madrid, bundesweit an 521 Orten in Deutschland. In Darmstadt hatten „Fridays for Future“ zusammen mit 45 weiteren Vereinen, Aktionsgruppen und Institutionen zum Klima-Streik aufgerufen. Das Dekanat Darmstadt-Stadt hatte gemeinsam mit dem Dekanat Darmstadt-Land, dem Katholischen Dekanat Darmstadt und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zur Unterstützung der Aktion aufgerufen.

Pfarrerinnen und Pfarrer des Dekanats, Haupt- und Ehrenamtliche beteiligten sich gemeinsam mit Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse. Wie schon beim globalen Klima-Streik am 21. September zogen die Protestanten auch jetzt wieder mit ihren Schildern „Schöpfung bewahren - Klima schützen“ und „Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung“ durch die Stadt. „Die Kirchen in Darmstadt und Region tragen das Anliegen mit, sich gemeinsam für sozial gerechten Klimaschutz einzusetzen“, hieß es in dem gemeinsamen Aufruf. Das von der Bundesregierung vorgelegte „Klima-Paket“ sei unzureichend.

Die Leitungen der Dekanate hatten außerdem angeregt, das Thema in den Gottesdiensten am ersten Advent etwa in einer „Klimafürbitte“ aufzunehmen. „Die Klimakrise erfordert eine grundlegende Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft wie in unserem persönlichen Lebensstil. Ich sehe hierin auch eine spirituelle Herausforderung“, sagt Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse.

„Wir wollen hier und heute ein Zeichen setzen“, riefen die Veranstalter der Menge durchs Mikro vor dem Start des Zuges vor dem Darmstadtium zu. Mit dabei bei der Darmstädter Demo des vierten globalen Kima-Streiks waren neben zahlreichen Gruppen und Verbänden auch die „Farmers for Future“ und der „Choir for Future“, ein Projektchor, der sich eigens für die Demonstrationen gegründet hat. Auch weitreichendere Forderungen für besseren  Klimaschutz wurden vertreten: etwa für kostenlosen ÖPNV oder „soziale und ökologische Transformation“. 

Zuvor hatten sich bereits drei separate Demonstrationszüge in Richtung Stadtzentrum in Bewegung gesetzt: vom Abschiebegefängnis in Eberstadt, von der Technischen Universität an der Lichtwiese und von Kranichstein aus, wo der Verein Menschenskinder einen Zug organisiert hatte. Insgesamt nahmen nach Angaben der Polizei in Darmstadt rund 6000 Menschen an dem dreistündigen Demonstrationszug teil, der vom Darmstadtium aus durch das Martinsviertel über die Rheinstraße wieder zurückführte. Zwischendurch hatte der Protestzug länger gestockt, weil rund 70 Schülerinnen und Schüler an der Kreuzung Frankfurter Straße/Kasinostraße eine Sitzblockade abhielten.

Die Organisatoren nutzten die Demonstration außerdem, um weitere Unterschriften für den Klimaentscheid in Darmstadt zu sammeln. Ziel des Bürgerbegehrens ist es, die Stadt Darmstadt bis 2030 klimaneutral zu machen, das heißt „neben einer effektiven Verkehrs- und Energiewende auch städtebauliche Maßnahmen vorzunehmen, um im Stadtgebiet bis 2030 die Treibhausgasemissionen auf Netto-Null zu senken“. 5405 Unterschriften, also weit mehr als die 3500 benötigten,  wurden am darauffolgenden Montag Oberbürgermeister Jochen Partsch übergeben.

Wortlaut gemeinsamer Aufruf:

Schöpfung bewahren - Klima schützen
Kirchen in Darmstadt und Region rufen zur Beteiligung an Klimaschutzprotesten
am Freitag, 29. November, in Darmstadt auf

Nach dem von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als unzureichend kritisierten „Klima-Paket“ der Bundesregierung und wenige Tage vor der Weltklimakonferenz in Madrid hat „Fridays for Future“ mit 45 weiteren Organisationen in Darmstadt zurr Demonstration am Freitag, 29. November, aufgerufen. Das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt war mit eigenen Schildern, auf denen "Schöpfung bewahren - Klima schützen" und "Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung" zu lesen war, wieder mit dabei. Die Kirchen in Darmstadt tragen das Anliegen mit, sich gemeinsam für sozial gerechten Klimaschutz einzusetzen.

Die Leitungen der Evangelischen Dekanate Darmstadt-Stadt und Darmstadt-Land, das Katholische Dekanat Darmstadt und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Darmstadt (ACK) haben zur Unterstützung dieser Aktion aufgerufen und nahmen selbst daran teil.

Darüber hinaus regen sie an, das Thema in den Gottesdiensten am 1. Advent (1. Dezember) etwa in einer „Klimafürbitte“ aufzunehmen.

Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse, Dekan Arno Allmann, Dekan Dr. Christoph Klock und der ACK-Vorsitzende Bernd Lülsdorf erklären: „Wir zollen den Protestierenden von „Fridays for Future“ großen Respekt und unterstützen die Anliegen der jungen Generation. Wir bitten daher die Mitglieder unserer Gemeinden, ihr Engagement für Klimagerechtigkeit sowohl im persönlichen als auch im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben deutlich zu verstärken. Die Bewahrung der Schöpfung ist schon seit Jahrzehnten ein zentrales Thema für die Kirche. Wir verstehen die von Gott geschaffene Welt als Gabe, die uns Menschen geschenkt und anvertraut ist. Damit ist der Auftrag verbunden, sorgsam mit ihr umzugehen und sie zu bewahren. Deshalb ist es wichtig, für Klimagerechtigkeit und eine gute Zukunft für alle zu beten und auf die Straße zu gehen. Zugleich gilt es kritisch zu prüfen, ob wir im jeweils eigenen Bereich genug für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit tun.“

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