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Freiheit, Demokratie und Solidarität

Ökumenisches Wort der Kirchen zu 30 Jahren Deutscher Einheit

Andreas FauthBrandenburger TorBrandenburger Tor

Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit und dem 30-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung erinnern die evangelische und katholische Kirche an die hohen Werte der demokratischen Freiheit und des solidarischen Zusammenhalts.

In einem gemeinsamen Wort „Freiheit, Demokratie und Solidarität“ schreiben der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, dass der demokratische Geist einer verantwortungsvollen Gestaltung von Gesellschaft in Freiheit und Pluralismus die Menschen in Deutschland und Europa in föderaler Vielfalt vereine.

 

Warnung vor spaltenden Kräften

 

„Wachsende Abstände beobachten wir heute nicht nur veranlasst durch die Corona-Pandemie, sondern auch durch sich verschärfende soziale Ungleichheiten und durch einen sich polarisierenden öffentlichen Diskurs“, so Bischof Bätzing und Landesbischof Bedford-Strohm.

 

Erstarkender Nationalismus als wiederkehrende Gefahr

 

Wenn man bedenke, dass die in der Einheit geheilte Teilung Deutschlands in der Katastrophe des Nationalsozialismus wurzelte, erweise sich dieses Auseinanderdriften der Gesellschaft in Form eines erstarkenden Nationalismus oder eines wieder aggressiveren Antisemitismus als ganz besonders fatal.

 

Verständnisvolles Interesse füreinander

 

„Unsere Einheit in Vielfalt erfordert unbedingten Respekt voreinander, verständnisvolles Interesse füreinander und gelebte Solidarität untereinander“, so die beiden Kirchenvertreter.

Man wende sich daher entschieden gegen Tendenzen einer gesellschaftlichen Spaltung. Im geeinten Deutschland müsse für den Zusammenhalt der Gesellschaft eingetreten werden.

 

Nicht Besserwisserei sondern wechselseitiges Zuhören nötig

 

Dabei gelte es, die unterschiedlichen Lebensgeschichten auch jetzt noch zu erzählen. Nicht Besserwisserei, sondern wechselseitiges Zuhören müsse die Grundhaltung sein, in der Menschen mit unterschiedlichen Geschichten aus Ost und West sich begegneten.

 

"Wir vertrauen in die Kraft Gottes"

 

Es komme vor allem darauf an, wie man einander achte und beistehe. „Vor 30 Jahren durften wir den Tag der Wiedervereinigung Deutschlands feiern. Friedlicher Protest, Kerzen und Gebete der Menschen in Ostdeutschland hatten den Weg dazu gebahnt.

Heute stehen wir vor der Herausforderung der Corona-Pandemie. Wie die Menschen damals vertrauen wir heute auf die Kraft Gottes“, schreiben Landesbischof Bedford-Strohm und Bischof Bätzing.

 

Großes Themen-Spezial auf publizistischem Portal

Mit dem Thema 30 Jahre Deutsche Einheit setzt sich auch ein Themen-Spezial der evangelisch publizistischen Plattform Indeon auseinander.

Die Dokumentation #ostblick richtet den Fokus dabei besonders auf den Blick der jungen Generation auf die Wiedervereinigung.
Zu sehen ist die Dokumentation bei einer watchparty am 02.10. und ist danach bei youtube jederzeit abrufbar

 

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