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Pfarrer Friedhelm Sänger-Platzöder in den Ruhestand verabschiedet

Pfarrer Friedhelm Sänger-Platzöder

Pfarrer Friedhelm Sänger-Platzöder ist in den Ruhestand verabschiedet worden. „Mit ganzer Seele seinen Beruf gelebt“ habe er, sagte Christopher Kloß, der ihn in einem Gottesdienst mit rund 150 Gästen entpflichtete. Friedhelm Sänger-Platzöder war zehn Jahre lang Schulpfarrer in der Lichtenbergschule und 21 Jahre Pfarrer der Martinsgemeinde.

Mit ganzer Seele seinen Beruf gelebt
Pfarrer Friedhelm Sänger-Platzöder ist in den Ruhestand verabschiedet worden

Viele Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus der Schule und aus der Kirche waren gekommen. Mit rund 150 Menschen feierte Pfarrer Friedhelm Sänger-Platzöder seine Verabschiedung in den Ruhestand im Gemeindezentrum der Evangelischen Andreasgemeinde. Pfarrer Christopher Kloß, Leiter des Kirchlichen Schulamts, entpflichtete den Dreiundsechzigjährigen in einem Gottesdienst.

Fast auf den Tag genau zehn Jahre war Friedhelm Sänger-Platzöder als Schulpfarrer in der Lichtenbergschule in Darmstadt tätig. Zuvor war er 21 Jahre lang Pfarrer der Martinsgemeinde, heute Martin-Luther-Gemeinde. 1986 wurde er in den Pfarrdienst ordiniert. „Mit ganzer Seele seinen Beruf gelebt“ habe er, sagte Christopher Kloß bei der Entpflichtung aus dem Pfarrdienst. „Mit ganz großem Herzen und liebevoller Empathie“ habe er Menschen „begleitet, getröstet, ermutigt, gestärkt und vergewissert“. Aus der Personalakte zitierte Kloß eine Mentorin, Pfarrer Friedhelm Sänger-Platzöder begegne Schülerinnen und Schülern „mit Herzlichkeit, natürlicher Autorität, Geduld und Gelassenheit, menschlicher Wärme und großer Wertschätzung gegenüber den Lernenden“.

„Menschen braucht’s mit Herz, Seele, Glauben, Zuversicht und Liebe, so wie Du einer bist“, so Kloß, der seinen Kollegen anschließend mit dem Segen in den Ruhestand entließ. Fröhlich sollte der Verabschiedungsgottesdienst sein. Eine Freude war es Friedhelm Sänger-Platzöder daher  sichtlich auch, inmitten seiner Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse das Lied „Einfach spitze, dass du da bist“ mit Bewegungen zu singen. So stellte er auch in seiner Predigt die Freude in den Mittelpunkt. Die vollkommene Freude gegenüber der vorbeigehenden Freude schenke Unabhängigkeit und Kreativität. Freude durch den Glauben, der mit Gott verbinde, wirke schöpferisch.

Besondere Freude bereitete dem scheidenden Seelsorger, dass sein Lehrpfarrer Martin Essen aus Herborn-Schönbach, wo Friedhelm Sänger-Platzöder sein Vikariat verbracht hat, gekommen war. Der habe ihn nach dessen Worten die „Freude am Beruf, ohne Vorurteile auf Menschen zuzugehen und auch einmal mutig zu sein“ gelehrt. Karl-Heinz Kimmel, früherer Dekan in Darmstadt, erinnerte sich gern an seine „erste Amtshandlung“, Friedhelm Sänger-Platzöder in seinen Dienst in der Martinsgemeinde einzuführen. Lobend erwähnte er die Gabe Sänger-Platzöders, Latein zu sprechen. Auch Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse, die mit ihm im Vikarskurs war, und ihr Vorgänger Norbert Mander waren unter den Gästen.

Seine besondere offene Art hob das frühere Kirchenvorstandsmitglied der Martin-Luther-Gemeinde, Ralf Erdmann, hervor: „Du hast Türen geöffnet und Menschen eingeladen.“ Andrea Gerecke, Lehrerin an der Lichtenbergschule und mit Pfarrer Friedhelm Sänger-Platzöder in der Schulseelsorge tätig, ordnete jedem Buchstaben seines Vornamens eine Eigenschaft oder eine Tätigkeit zu, wie etwa F für Fels in der Brandung, E für Einfühlungsvermögen oder I für Interreligiöser Dialog, den er an der Schule gepflegt und gefördert habe. Wolfgang Naumann von der Schulleitung unterstrich seine „Beharrlichkeit, für Überzeugungen einzutreten, seine Zuversicht, sein Vertrauen und seine Haltung“.

Mit dem durch seine Ehefrau Marliese Platzöder angeleiteten Kanon „Dona nobis pacem“ endete der Gottesdienst und ging in den Empfang über. Im Ruhestand möchte er sich unter anderem weiter mit Sprachen beschäftigen, etwa lernen, Latein fließend zu sprechen.

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