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Pia Maute neu im Arbeitsbereich Integration

PrivatPia Maute

Pia Maute hat ihren Dienst im Arbeitsbereich Integration begonnen. Sie knüpft damit an die 2016 im Dekanat eingerichtete Stelle des Projekt- und Freiwilligenmanagements in der Flüchtlingsarbeit unter der Leitung ihrer Vorgängerinnen Katharina Kildau und Sarah Knöll an. Ihr Ziel ist, das Thema Integration noch stärker in die Gesellschaft hineinzutragen und Projekte mit den Kirchengemeinden zu gestalten.

Integration als gesamtgesellschaftlicher Prozess
Pia Maute auf neuer Projektstelle im Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt


Die Arbeit mit geflüchteten Menschen ist im Wandel: hin zu Integration, zu neuen Perspektiven. Das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt trägt dem veränderten Bedarf Rechnung. Seit April gibt es hier den neuen Arbeitsbereich Integration. Diesen hat Pia Maute jetzt übernommen. Sie knüpft damit an die 2016 im Dekanat eingerichtete Stelle des Projekt- und Freiwilligenmanagements in der Flüchtlingsarbeit unter der Leitung ihrer Vorgängerinnen Katharina Kildau und Sarah Knöll an.

Ihr Ziel: an Bedarfen orientierte Angebote und vor allem gute Zusammenarbeit. Diese möchte die Einunddreißigjährige, die ihren Arbeitsplatz im Offenen Haus in der Rheinstraße 31 hat, zusammen mit den Initiativen und Einrichtungen in Darmstadt angehen, die sich mit der Integration benachteiligter Gruppen befassen. In einem nächsten Schritt gilt es, so Pia Maute, die aktuellen Herausforderungen sowie die jeweiligen Handlungsmöglichkeiten mit den verschiedenen Akteur*innen zu erkunden und daraus eine Konzeption für die Arbeit in den nächsten zwei Jahren zu erarbeiten.

Gezielte Angebote, die ankommen und angenommen werden, das wünscht sie sich. Deshalb ist sie bereits rege in Kontakt mit haupt- und ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Engagierten in den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen, um gemeinsame Projekte zu planen. In Darmstadt geschehe schon viel Arbeit zu Themen wie Teilhabe und Anti-Rassismus, aus welcher man gemeinsam neue Ideen entwickeln kann. Integration werde an vielen Stellen bereits als gesamtgesellschaftlicher Prozess verstanden. Diese Haltung gelte es mit der Projektarbeit zu bestärken und weiter auszubauen.

Pia Maute, die Humangeografie in Frankfurt studiert hat, kam zur Arbeit mit Geflüchteten, als sie ab 2015 zunächst ehren- und dann hauptamtlich im Michaelisdorf, der Erstaufnahmeeinrichtung in Darmstadt, arbeitete. Viele der Aktiven in den Gemeinden kenne sie bereits, da sie seit rund einem Jahr beim Diakonischen Werk im Bereich Kirchenasyl arbeitet. Dadurch sei sie nah dran an den Themen, die in der Arbeit mit Geflüchteten aufkommen. In den Kirchengemeinden stößt sie auf „viel Ideenreichtum“, wie sie sagt. In der Matthäusgemeinde etwa steht sie mit Pfarrer Andreas Schwöbel und Malgorzata Minuczyc, der pädagogischen Kraft in der Flüchtlingsarbeit dort, bereits in Kontakt und hat Erfahrungen ausgetauscht.

Das Thema Integration umfasst die Bereiche Arbeit, Wohnen und Bildung. Es gebe in vielen Bereichen bereits sehr gute Angebote, so wie das Bewerbercafé, eine Initiative zur Vermittlung von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt, die das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt gemeinsam mit dem Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald und dem Sozialkritischen Arbeitskreis (SKA) aufgebaut hat. Zum Thema Bildung gebe es beispielsweise die Sprachtreffs in den Gemeinden.

Dass das Dekanat nun eigens die Projektstelle Integration geschaffen hat, sieht sie als Chance, neue Aufmerksamkeit auf das Thema zu richten. Gute Grundvoraussetzungen für ein Integrationsprojekt auf der Basis von Empowerment und Teilhabe sieht sie jedenfalls durch die vielen Engagierten und Initiativen in Kirche und Stadt schon als gegeben.

„Wir wollen als evangelische Kirche in der Stadt das Zusammenleben von geflüchteten Menschen und von Menschen, die schon länger hier leben, fördern“, sagt Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse, „das braucht Aufmerksamkeit für ‚beide Seiten‘ und es bedeutet Arbeit auf ‚beiden Seiten‘. Zu Integration gehört, die Anerkennung von Verschiedenheit mit dem Engagement gegen Ungleichheit zu verbinden. Unser Ziel ist es, die Teilhabe aller Menschen zu fördern, gerade auch die Teilhabe von unterschiedlichen Gruppen benachteiligter Menschen. Dies gilt für Alteingesessene wie für Menschen, die erst seit kurzem in Darmstadt leben. Wir freuen uns, dass Pia Maute bei uns ist. Mir liegt daran, dass wir in der Corona-Krise auch das Leid von Menschen auf der Flucht nicht vergessen. Es ist wichtig, dass Deutschland und andere Länder in der EU deutlich mehr Kinder und Jugendliche aus den Lagern in Griechenland aufnehmen als dies bisher der Fall ist. Wir unterstützen es, wenn auch in Darmstadt Jugendliche aufgenommen werden.“

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