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Reiner Engel geht in den Ruhestand

PrivatReiner Engel

Die Baas-Halle ohne Reiner Engel? Kaum vorstellbar. Gehört er doch seit fast 30 Jahren für Generationen von Kindern fest zu dem Jugendhaus im Martinsviertel. Hier betrieb er im Auftrag der Martin-Luther-Gemeinde offene Kinder- und Jugendarbeit. Jetzt ist er in einem Gottesdienst mit Jazz-Picknick im Garten des Martinsstifts in den Ruhestand verabschiedet worden.

„Es gibt noch viele andere schöne Sachen zu entdecken“

Sozialarbeiter Reiner Engel geht nach fast 30 Jahren in der Baas-Halle in den Ruhestand

Die Baas-Halle ohne Reiner Engel? Kaum vorstellbar. Gehört er doch nach fast 30 Jahren für Generationen von Kindern fest zu dem Jugendhaus im Martinsviertel. Hier betreibt er im Auftrag der Evangelischen Martin-Luther-Gemeinde offene Kinder- und Jugendarbeit. Am Sonntag, 12. Mai, ist er in einem Open-Air-Gottesdienst im Garten des Martinsstifts mit den "Jazz Angels Weiterstadt" verabschiedet worden.

Der Diplom-Sozialarbeiter hat in der Baas-Halle vielfältige Projekte gestartet. Sein „Lieblingsprojekt“, wie er sagt, den monatlichen Backtag, will er auch noch im Ruhestand weiter betreiben. Seit 2014 organisiert er im Team ein gemeinschaftliches Pizza-Backen am Steinofen auf einem Spielplatz hinter der Martinskirche. Bis zu 150 Menschen aus dem Viertel kommen dann, bringen ihren Pizzateig mit, sitzen auf Bänken im Freien und lassen von den Backprofis wie Reiner Engel ihr Mittagessen backen. Der Gemeinschaftsaspekt ist Engel dabei am wichtigsten. Und was kann Menschen besser zusammenbringen als gemeinsames Essen?

Auch bei seinem jüngsten Projekt „Let’s cook“ dreht sich alles ums Essen. Mit zwei Woks und jeder Menge Zutaten im Autoanhänger fährt er etwa zu Wohnheimen für geflüchtete Jugendliche und kocht mit ihnen gemeinsam. Auch ein Jungen-Kochstudio in der Martin-Luther-Gemeinde hat er ins Leben gerufen. Rund 15 Projekte hat der Sozialarbeiter angestoßen, darunter „Essen & Sport“ in Zusammenarbeit mit der Bernhard-Adelung-Schule und der Niebergall-Schule, bei dem rund 150 Essen einmal die Woche ausgegeben werden in Verbindung mit einem sportlichen Angebot. Dieses Projekt betreut jetzt seine Kollegin Tine Staib.

Ferienspiele im Herrngarten und auch inklusive Ferienspiele im Martinsviertel hat Reiner Engel gegründet. Was er immer schätzte war, „dass die Martin-Luther-Gemeinde mir Freiheit gegeben und Vertrauen entgegengebracht hat, Dinge zu entwickeln“, sagt der Zweiundsechzigjährige. Die Baas-Halle, im Besitz der Stadt, ist ein von der Martin-Luther-Gemeinde betriebenes offenes Jugendhaus im Martinsviertel. Hier können Kinder und Jugendliche am Nachmittag bei Sport und Bewegung unter fachlicher Anleitung ihre Freizeit verbringen und finden Gesprächspartner und Hilfe in bestimmten Lebenssituationen. Die gesamte offene Kinder- und Jugendarbeit ist von der Stadt Darmstadt neu konzipiert worden. In der Baas-Halle soll es weiterhin Sportangebote geben.

Reiner Engel hat nach einer kaufmännischen Lehre zunächst in verschiedenen Firmen, in einer Krabbelstube, als LKW-Fahrer und auch am Fließband gearbeitet, erzählt er. Dann besuchte er das Abendgymnasium und studierte an der Evangelischen Fachhochschule in Darmstadt soziale Arbeit. Mit 30 Jahren war er mit dem Studium fertig und machte sein Anerkennungsjahr in der Oetinger Villa, ein selbst verwaltetes Jugend- und Kulturzentrum in Darmstadt. 1990 begann er seinen Dienst in der Baas-Halle. 

Nun will er in seinem Ruhestand „noch viele andere schöne Sachen entdecken“, wie er sagt. Er möchte gern viel mit seiner Ehefrau Birgit mit Wohnmobil und Boot unterwegs sein und „neue Dinge erkunden“. Ein ganz besonderes privates Wunschprojekt hat er auch noch: „von der Ostsee bis Italien zu Fuß laufen und im Freien übernachten“.

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