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Synoden stimmen für Dekanatssitz in Darmstadt

Dass der Sitz des fusionierten Dekanats in Darmstadt sein soll, haben die Synoden der Evangelischen Dekanate Darmstadt-Land und Darmstadt-Stadt bei ihrer gemeinsamen Tagung mit großer Mehrheit beschlossen. Schwerpunktthema der Tagung in der Lazaruskirche in Nieder-Ramstadt war „Auf dem Weg in die Zukunft des fusionierten Dekanats“.

Gemeinsamer Sitz in Darmstadt
Synoden der Evangelischen Dekanate Darmstadt-Stadt und Darmstadt-Land beschließen weiteren Schritt in gemeinsame Zukunft

Von Rebecca Keller und Sigrid-Maline Thierolf-Jöckel

Dass der Sitz des fusionierten Dekanats in Darmstadt sein soll, haben die Synoden der Evangelischen Dekanate Darmstadt-Land und Darmstadt-Stadt bei ihrer gemeinsamen Tagung mit großer Mehrheit beschlossen. Die Präsides der beiden Dekanate, Carin Strobel von Darmstadt-Stadt und Ulrike Hoppe von Darmstadt-Land, leiteten die Tagung mit dem Schwerpunktthema „Auf dem Weg in die Zukunft des fusionierten Dekanats“ am 30. August in der Lazaruskirche in Nieder-Ramstadt.

Voraussetzung für den Sitz in Darmstadt ist, dass die Ergebnisse einer Machbarkeits- und Planungsstudie dies erlauben. Diese soll mit Gestaltungsentwurf und Kostenplan zur nächsten gemeinsamen Synodentagung im Frühjahr nächsten Jahres vorgelegt werden. Der Standort soll nach dem gemeinsamen Beschluss in der Kiesstraße 14 in Darmstadt sein, wo zurzeit das Regionale Diakonische Werk seinen Sitz hat. Dieses könnte mit seiner Verwaltung auch dort bleiben, die Beratungsangebote könnten in das frei werdende erste Stockwerk des Offenen Hauses, dem jetzigen Sitz des Dekanats Darmstadt-Stadt, umziehen. Das Offene Haus soll als Veranstaltungs- und Begegnungsort erhalten bleiben. Das Areal in der Kiesstraße gehört dem Dekanat Darmstadt-Stadt. Es umfasst neben dem dreistöckigen Gebäude, in dem das Diakonische Werk sowie die Dekanatsbauabteilung und die Mitarbeitenden-Vertretung sitzen, auch das Jugendhaus *huette mit Stadtjugendpfarramt und ein Wohnhaus.

Stadtplanerin Katharina Rauh, Mitglied der Ev. Paulusgemeinde Darmstadt, hatte ehrenamtlich Ideen für eine Neugestaltung des Geländes erarbeitet, die sie den Synodalen mit einer anschaulichen Präsentation vorstellte. Die Steuerungsgruppe Fusion aus Mitgliedern beider Dekanatssynodalvorstände hatte den beiden Synoden den Vorschlag für den Sitz in Darmstadt vorgelegt. Abgewogen hatte diese zuvor ebenfalls eine Beibehaltung beider Dekanatsstandorte und auch einen Standort in Pfungstadt. Bereits im Juni hatte die Steuerungsgruppe den Vorschlag für die Kiesstraße 14 in einer Informationsveranstaltung für Synodale und Mitarbeitende vorgestellt und diskutiert.

Bei der gemeinsamen Tagung wurde von Synodalen noch einmal nach Alternativen gefragt. Dass keine adäquaten Mietobjekte gefunden worden seien, teilte die Steuerungsgruppe mit. Ein Objekt, das einem der Dekanate gehöre, sei in jedem Fall zu bevorzugen. Beide Standorte beizubehalten, hielt die Steuerungsgruppe nicht für sinnvoll. Stadtjugendreferentin Eltje Reiners wies darauf hin, dass das Jugendhaus *huette künftig infolge einer neuen städtischen Konzeption der offenen Kinder- und Jugendarbeit noch ausgebaut werde, daher erhöhter Platzbedarf bestehe. Nachfragen kamen zur Erreichbarkeit des Standorts.

Anders als beim Dekanatssitz wurde über den Namen des künftigen gemeinsamen Dekanats, das mit 90.000 Mitgliedern nach Frankfurt-Offenbach das zweitgrößte in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sein wird, noch keine Entscheidung getroffen. Die Steuerungsgruppe Fusion hatte den gemeinsamen Namen „Evangelisches Dekanat Darmstadt“, wie es vor der Trennung 1950 schon hieß, vorgeschlagen. Da es in den Synoden hier noch Diskussionsbedarf gab, wurde die Entscheidung auf die nächste gemeinsame Synode im Frühjahr 2020 vertagt.

Vor den Beschlüssen zu Dekanatssitz und Dekanatsnamen stellten die Mitglieder der Steuerungsgruppe zunächst ihre ganz persönlichen Visionen für das gemeinsame Dekanat in kurzen Statements vor. Dr. Steffen Bauer, Leiter der Ehrenamtsakademie der EKHN, moderierte diesen Teil der Synode in seiner bekannt kreativen und kurzweiligen Art. Dekan Arno Allmann etwa wünscht sich, dass „Strukturen geschaffen werden, damit Menschen gerne in dieser Kirche mitarbeiten“, Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse betonte, dass das Dekanat so gestaltet werden soll, dass „Kirche als Hoffnungsträgerin in der Region“ deutlich werde und „aus der Vielfalt der Gemeinden und Dienste etwas gemacht“ werde.

Anschließend kamen die rund 100 Synodalen in fünf Arbeitsgruppen zusammen. Hier ging es in einer Gruppe unter dem Titel „Spiritualität und Engagement“ darum, wofür das neue Dekanat stehen soll. Eine weitere Gruppe diskutierte über Kooperationen und regionale Zusammenarbeit im neuen Großdekanat. Pröpstin Karin Held, die eingangs eine Andacht zu dem Lied „Wir wolln uns gerne wagen“ (EG 254) von Nikolaus Ludwig Zinzendorf hielt, leitete eine Arbeitsgruppe zu Zielvorstellungen und Visionen der Kirchenleitung. Auch zu den Themen Dekanatssitz und Dekanatsname gab es vorab Gesprächsgruppen.

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