AngeboteÜbersicht

Suchet der Stadt Bestes, Jeremia 29,7

Menümobile menu

Theaterworkshop für Jugendliche online

Screenshot DekanatTheaterworkshop online

Luftgitarre vor dem Bildschirm - diese und andere Übungen hat Kai Schuber-Seel in einem Online-Theaterworkshop mit neun Mädchen und Jungen praktiziert. Diese haben auch ihre eigenen Stories geschrieben und so als Heranführungen ans Theater eigene Rolle kreiert. Die Jugendkulturarbeit im Dekanat und die Beratungsstelle KOMM haben das Ferienangebot gemeinsam ermöglicht.

Bildergalerie

Die eigene Rolle selbst schreiben
Theaterpädagogischer Online-Workshop der Jugendkulturarbeit im Dekanat in den Osterferien


So langsam gehen nach und nach die Kameras an. Kai Schuber-Seel möchte seine Teilnehmerinnen und Teilnehmer gern ins Gesicht sehen. Per Video-Konferenz hat er einen Theaterworkshop an drei Vormittagen in den Ferien angeboten. Neun Mädchen und Jungen zwischen 11 und 14 Jahren von verschiedenen Darmstädter Schulen nahmen von zu Hause aus teil. Die Jugendkulturarbeit im Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt und die Beratungsstelle KOMM haben das Ferienangebot gemeinsam ermöglicht.

Los geht’s mit einem Warm-up. Sozial- und Theaterpädagoge Kai Schuber-Seel lädt die Theaterinteressierten ein, erst einmal herzhaft zu gähnen. Dann folgen ein paar Atemübungen. „Das ist wichtig im Theater“, sagt er. So richtig wach werden die Teilnehmenden bei der Übung „Fliege im Gesicht“. Dabei sollen sie mit der Zunge eine vorgestellte Fliege im Gesicht entfernen. Dabei entstehen lustige Grimassen. Eine gute Konzentrationsübung. Dann darf jeder sein Lieblingsgericht nennen und sich vorstellen, dieses zum Mund zu führen und genussvoll zu verspeisen. „Da dürft ihr ruhig mal schmatzen“, lädt Kai Schuber-Seel ein. Und die Mikros dürfen dabei auch an sein. Anschließend dürfen sich die Teenager einmal selbst am ganzen Körper zur Lockerung abklopfen.

Im Stehen leitet der Pädagoge die Teilnehmenden zu Ganzkörperübungen an: zum Balancieren, Winken und Boxen. „Vorsicht, nicht gegen den Bildschirm“, warnt Kai Schuber-Seel scherzhaft. Sichtlich Spaß macht es den fünf Jungen und vier Mädchen, Luftküsse zu verteilen und Luftgitarre zu spielen. Dann dürfen sie zu Musik tanzen. „Das vermissen wir alle“, spricht Kai Schuber-Seel wohl für alle. Er macht Bewegungen vor, die Teenager machen sie nach und tragen allesamt ein Lächeln im Gesicht.

An den vorigen beiden Tagen haben sie sich schon gut kennengelernt. Sie gingen gemeinsam der Frage nach, was ihnen in der Pandemie besonders fehlt. Auch Gedanken, die ihnen gerade in den Sinn kamen, teilten sie und versuchten, in Partnerarbeit eine Geschichte daraus zu entwickeln. Mateo etwa wünscht sich, einmal im Mittelalter zu leben. Darüber hat er zusammen mit Thora in einem Breakout-Room gesprochen. Thora hat Mateos Gedanken wiederum notiert. Und so entstand eine Geschichte. „Wir haben in Zweierteams Rollenbiografien entwickelt“, erklärt Kai Schuber-Seel die Übung im Rahmen des Theaterworkshops. Daran wolle er nach Möglichkeit später mit den Jungen und Mädchen „im Analogen“ weiterarbeiten, wenn es wieder gehe.

So sagt auch Melissa, dass sie es toll fand, sich in Teams gegenseitig Geschichten zu erzählen und aufzuschreiben. „Ich finde es toll, dass sie sich getraut haben, von ihren Wünschen und auch Abneigungen zu erzählen und daraus biografische Geschichten zu machen“, so der Pädagoge. Es sei eine Hinführung zum Theater, was die Chance biete, Übungen für das eigene Leben zu nutzen. So freut sich Kyo schon jetzt darauf, „einmal mit allen zusammen ein Theaterstück zu schreiben“. Auch Thora möchte gern weitermachen und „ein eigenes Theaterstück erfinden“.

Kai Schuber-Seel möchte die Jugendlichen für die Angebote der *huette, sei es im Rahmen seiner Jugendkulturarbeit mit den Schwerpunkten Theater und Musik, oder der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gewinnen. Darüber, dass ein Theaterworkshop in Präsenz wieder möglich wäre, würde er sich freuen.

Diese Seite:Download PDFDrucken

to top