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Fridays for Future in Bensheim

"Wir sind hier, wir sind laut"

bbiew

Unter dem Motto „Wir machen die Europawahl zum Klimawahl“ sind am Freitag in Bensheim hunderte Schülerinnen und Schüler in den Schulstreik getreten und haben für einen umfassenden Klimaschutz demonstriert.

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Von der Geschwister-Scholl-Schule zogen die Kinder und Jugendlichen zum Marktplatz. Lautstark skandierten sie immer wieder den „Klassiker“ der Schülerproteste: „Wir sind hier, wie sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“ Ein Slogan, der nach Ansicht des Dekans des Evangelischen Dekanats Bergstraße, Arno Kreh, sehr genau die Stimmungslage der Jugend trifft. „Die Schülerinnen und Schüler machen sich Sorgen, dass sie ausbaden müssen, was die älteren Generationen ihnen eingebrockt haben. Sie werden aktiv, weil es um ihre Zukunft und die der nachfolgenden Generationen geht. Wo immer möglich sollten wir als Kirche nicht nur mit Worten, auch mit Taten für einen umfassenden Klimaschutz eintreten“, so der Bergsträßer Dekan.

Nachhaltig undd klimaschonend

Das Bergsträßer Dekanat hatte im vergangenen Jahr einen Dekanats-Umweltausschuss gebildet. Er soll insbesondere die neue Verordnung der EKHN zur Beschaffung von Waren und Dienstleistungen aktiv umsetzen. Sie sieht vor, dass kirchliche Einrichtungen darauf achten, dass Lebensmittel aus regionaler und möglichst biologischer Herstellung stammen. Produkte sollen fair gehandelt werden, gesundheitlich unbedenklich und der Umweltverbrauch bei Herstellung Transport, Nutzung und Entsorgung möglichst gering sein. „Im Evangelischen Dekanat Bergstraße wird der Klimaschutz jetzt in der Gemeinde Seeheim-Malchen konkret, die systematisch ihren CO²-Verbauch, Energie-, Strom- und Wasserbedarf auf den Prüfstand stellt und Maßnahmen zur Einsparung erarbeitet und umsetzt. Ist das gelungen und überprüft worden, bekommt die Gemeinde das Zertifikat  ‚Grünen Hahn‘ verliehen“, betont die Dekanatsreferentin für gesellschaftliche Verantwortung, Sabine Allmenröder, die Kirchengemeinden bei der Einführung eines kirchlichen Umweltmanagements berät.

Aktionen in 121 Ländern

Unter die Demonstranten in Bensheim mischten sich auch etliche Erwachsene – etwa die Parents for Future oder Teacher for Future, die stolz auf das Engagement ihrer Schülerinnen und Schüler sind. Nach Angaben der Schülerin Leonie Roth vom Organisationsteam haben am selben Tag Fridays for Future-Aktionen in 121 Ländern stattgefunden. Die Bensheimer Demonstranten forderten die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Danach soll die Erwärmung auf maximal 1,5 Grad begrenzt werden. Zur Einhaltung dieses Ziels forderten die Schülerinnen und Schüler den vollständigen Kohleausstieg bis 2030 und bis 2035 die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien.

Klimanotstand im Kreis Bergstraße?

Zudem wurde eine Petition verlesen, für die jetzt mindestens 2200 Unterschriften gesammelt werden sollen. Darin wird die Ausrufung des Klimanotstandes im Kreis Bergstraße und seinen Städten und Gemeinden gefordert. Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler eine Gesprächsrunde mit Bergsträßer Politikern organisiert. Von den eingeladenen Parteien hatten nur FDP und AFD keine Vertreter/innen geschickt.

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