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Musical "Wie Waldi" im Jugendhaus *huette

Rebecca KellerMusical "Wie Waldi"

"Wie Waldi - stadtweite Jahreszeiten" heißt ein Musical, das Kai Schuber-Seel mit einem Team einstudiert und jetzt in der *huette und an anderen Orten in der Stadt aufgeführt hat. Entstehung und Aufführung des Stücks ist in einem Video festgehalten worden.

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Wohin mit Waldi?
Jugendkulturarbeit in der *huette stellt Musicalprojekt in Kooperation auf die Beine

Waldi kann sich einfach nicht entscheiden. Soll er nach Eberstadt oder nach Kranichstein umziehen? Waldi, der Baum, seine Freundin Fee und die Tiere sind nämlich in Gefahr. Der Wald soll abgeholzt werden, das Heulen der Kettensägen ist schon von Weitem zu hören. Die Tiere sind bereit, ihr Revier zu verlassen und eine neue Heimat im Darmstädter Norden oder Süden zu suchen. Doch Waldi will nicht mit. Erst will er noch den Herbst abwarten, dann auch noch den Winter. Doch plötzlich ist Fee, seine beste Freundin, weg.

Ein bezauberndes Musical hat Kai Schuber-Seel mit Kindern aus dem vom Internationalen Bund getragenen Eberstädter Kinderhaus Paradies einstudiert. Mit dem Jugendkulturarbeiter des evangelischen Jugendhauses *huette im Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt hat daran ein Team aus *huette, Rock-AG der Erich-Kästner-Schule und vom Sozialkritischem Arbeitskreis (SKA) mitgewirkt. Darüber hinaus schlüpften auch Mitarbeitende aus dem Kinderhaus Paradies, Aline Trenschel und Nathalie Bascetta, und Paisano Pililao von  der Jugendkulturarbeit der  *huette in verschiedene Rollen von Figuren aus dem Wald.

Das Musical als Kooperationsprojekt, das Kai Schuber-Seel vor anderthalb Jahren ins Leben gerufen und das sich wegen Corona immer wieder verzögert hat, ist jetzt in der *huette mit Corona-Schutzkonzept aufgeführt worden, danach noch im Haus der Vielfalt in Eberstadt-Süd und in der Erich-Kästner-Schule (EKS) in Kranichstein. „Dreimal haben wir nach zwei Corona-Pausen die Proben wieder aufgenommen“, erzählt Kai Schuber-Seel. Nach den Sommerferien sei nicht mehr viel Zeit geblieben, jedoch hätten die jungen Spielerinnen und Spieler, Musikerinnen und Musiker eine tolle Leistung gezeigt, so der Leiter, „fast alle stehen zum ersten Mal auf der Bühne“.

In flotten, originellen Dialogen überlegen Fuchs, Wildschwein, Igel, Reh und Eichhörnchen gemeinsam mit Waldi, dem Baum, wie sie sich vor den Menschen, die den Wald abholzen und hier bauen wollen, retten können. Ein wunderbares Stück als Plädoyer für die Bewahrung der Natur und für Nachhaltigkeit ist herausgekommen. Kai Schuber-Seel ist als Souffleur auch selbst mit dabei. Für die passende Musik sorgen Dominik Dilcher, Leiter der EKS, am Bass und Hanna Kozacki vom SKA am Klavier mit acht Schülerinnen und Schülern der Rock-AG an Gitarre, Bongos und Tambourins. Dem Titel „Wie Waldi – Stadtweite Jahreszeiten“ macht die Band alle Ehre, spielt sie doch neben aktuellen Pop-und-Rock-Songs mit inhaltlichem Bezug, wie etwa „No Roots“ von Alice Merton, immer wieder auch Sequenzen aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Als Vögel verkleidet kommentieren die Band-Mitglieder das Geschehen rund um Waldi und die Tiere humorvoll aus dem Hintergrund.

Kreative Effekte wie ein Kastanienregen zu dem von den jungen Mimen gesungenen „Der Herbst ist da“ garnieren das kurzweilige Stück aus der Feder des Darmstädter Autors und Theaterpädagogen Benjamin Ting. Darin geht es nicht nur um Naturschutz, sondern auch um Ängste und Träume, Freundschaft, Trauer, Mut und Zusammenhalt. Auch die drei Mädchen der *huette-Dance-Crew unter der Leitung von Janine Krykon, die bereits vor der Musical-Aufführung einen Tanz vorgeführt haben, sind in das Stück integriert und haben mit den Kinderhaus-Kindern den Tanz zu dem Charthit „Let Me Down Slowly“ von Alec Benjamin einstudiert.

Am Ende hat sich Waldi – „Wurzeln raus und losgestiefelt“ - doch noch einen Ruck gegeben und ist nach Eberstadt umgezogen. Von hier aus will er alle drei Monate weiterziehen und das Beste der Darmstädter Stadtteile erkunden. Im Anschluss spielte die Liedermacherin Lisa Beck alias „B, E & CK“ ihr Lied „Bitte lasst die Bäume stehen“ und gab an der Gitarre noch weitere Kostproben ihrer Songs zum Thema Umweltschutz. Das Musicalprojekt wurde filmisch von Vincent Keller dokumentiert. Die Technik lag in den Händen von Adrian Andres. Das Bühnenbild wurde von Tobias Ulrich gebaut und der Flyer von Edgar Louis Kraft gestaltet.


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