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„Ich hab’s doch nicht böse gemeint!“

Online-Workshops: Rassismus im Alltag erkennen & begegnen

shutterstock.com/melitas

Bei Rassismus geht es nicht nur um gewaltsame Übergriffe. Er begegnet Betroffenen alltäglich in verschiedenen Formen. Ein Online-Workshop am Donnerstag, 28. Oktober, von 17 bis 19:30 Uhr hilft, rassistisches Verhalten zu erkennen und auch unbeabsichtigte Verurteilungen und Verletzungen zu verhindern.

Menasse GebregziDer Autor Sami Omar gibt einen Impuls zum Thema Diskriminierung und Rassismus.

„Ich hab’s doch nicht böse gemeint!“ Die Meinung darüber, ab wann eine Äußerung als rassistisch zu bewerten ist, entzweit Menschen zunehmend – denn wer, gerade in sozialen Organisationen, will schon selbst rassistisch denken oder gar handeln? Dennoch liegen gerade unbedachten subtilen Äußerungen oft rassistische Bilder zugrunde.

„Wo also fängt Rassismus an, wie zeigt er sich in der Kirche, im Sport, in behördlichen Einrichtungen und wie können wir diesem begegnen“, fragen das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau, die DEXT-Fachstelle „Pro Prävention“ und der Kreisausländerbeirat Offenbach sowie das Europe Direct Relais Rhein-Main als Veranstalter im Rahmen dieses Online-Workshops. 

 

Hochkarätiges Online-Podium

Keynote-Redner ist der Ulmer Autor und Moderator Sami Omar, der seit vielen Jahren zu Migration, Integration, Rassismus und Diskriminierung arbeitet und ein eigenes Konzept der antirassistischen Prozessbegleitung für Unternehmen, Verbände, Vereine, Schulen und Glaubensgemeinschaften entwickelt hat. 

Zu Gast ist außerdem die erste Anti-Rassismus-Koordinatorin der Europäischen Union, Michaela Moua aus Finnland. Die ehemalige Profi-Basketballerin studierte Internationale Entwicklung und bekleidete anschließend eine Reihe von Führungspositionen in Anti-Rassismus-Organisationen sowie im finnischen Justizministerium. In ihrer neuen Aufgabe soll sie eng mit Menschen aus ethnischen Minderheiten zusammenarbeiten und deren Anliegen der Europäischen Kommission übermitteln. 

 

Weiterarbeit zu Rassismus in Behörden, Sport und Kirchen

Nach den Eröffnungsbeiträgen gibt es Gelegenheit, sich konkret mit Antidiskriminierungsarbeit in Behörden und Verwaltungen, in Kirchen und in Sportvereinen zu beschäftigen. Auch dort sind interessante Gesprächspersonen zu Gast:

Hanif Aroji, selbst langjähriger Behördenmitarbeiter, ist mittlerweile als Bildungsreferent bei der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt tätig. Er wird sich damit auseinandersetzen, wie sich Diskriminierung in Verwaltungskontexten und Behörden zeigen kann und welche Herausforderungen sich dadurch ergeben.

Die evangelischen Pfarrerinnen Lý-Elisabeth Dang und Stefanie Bohn beleuchten das Thema Rassismus innerhalb religiöser Organisationen. Sie zeigen dabei auf, dass auch Kirchen keine Rassismus-freien Räume sind, und geben Impulse, den oft sehr subtilen Formen dort zu begegnen.

In der dritten Gruppe stehen Luis Engelhardt, Leiter des Projektes „ZUSAMMEN1 - Für das, was uns verbindet“ des jüdischen Sportvereins Makkabi Frankfurt, sowie Suat Türker, ehemaliger deutscher Profi-Fußballer und Trainer, zur Verfügung. Beide wollen Antisemitismus und Rassismus im Sport ins Gespräch bringen und Wege zu Prävention und einem Umgang mit rassistischen Sprüchen und Handlungen zu entwickeln. 

Die Veranstalter*innen bieten parallel einen sicheren Ort im digitalen Raum für Gesprächanliegen an – unter anderem für Menschen, die eigene Erfahrungen mit Rassismus mitbringen und möglicherweise Aussagen oder Bilder als Trigger eigener Verletzungen erleben.

Anmeldungen zu dem Online-Workshop mit Angabe des Themenfeldes für die Gruppendiskussion – Behörden, Kirchen oder Sport – nimmt der Kreisausländerbeirat Offenbach entgegen: per Mail an kreisauslaenderbeirat@kreis-offenbach.de oder telefonisch unter 06074/8180-4164. Der Link zur Veranstaltung geht den Teilnehmer*innen nach Anmeldung zu. 

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