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Das Ehrenamt spielt in der Flüchtlingshilfe eine wichtige Rolle. Mehr als 1000 Menschen engagieren sich in Stadt und Landkreis ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit. Um deren Arbeit zu unterstützen und die Asylkreise untereinander besser zu vernetzen, ist nach monatelangen Vorarbeiten jetzt die Plattform www.netzwerk-asyl.net online gegangen. Sie stellt den weit über tausend Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit im Landkreis Darmstadt-Dieburg und in der Stadt Darmstadt gebündelte Informationen rund um das Thema Flucht und Asyl zur Verfügung, unterstützt die Vernetzung und den Informationsaustausch der Asylkreise untereinander und die Darstellung nach außen und stellt Unterseiten für die örtlichen Asylkreise bereit. Über eine Spendenbörse können Sachspenden eingestellt und abgerufen werden, ein zentraler Terminkalender ermöglicht die kreisweite Abstimmung von Terminen und unter dem Menüpunkt „Unterstützung“ finden die Benutzerinnen und Benutzer unter anderem Informationen zu Dolmetschern, Beratungsstellen, Kleiderkammern und Tafeln.

Verantwortlich für die Informationsplattform ist das ökumenische Netzwerk Asyl im Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt. Dieses wird getragen von den evangelischen und katholischen Dekanaten im Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie der Stadt Darmstadt und wird finanziell unterstützt vom Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt.

Die neue Plattform wurde jetzt im Kreishaus in Kranichstein mit der Sozialdezernentin und Ersten Kreisbeigeordneten Rosemarie Lück, dem Dekan des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald, Joachim Meyer, der neuen Koordinatorin für die Flüchtlingsarbeit Andrea Alt, Arno Kreh, Dekan des Evangelischen Dekanats Bergstraße, Arno Allmann, Dekan des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Land, Ulrike Schmidt-Hesse, Dekanin des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Stadt, Bernd Lülsdorf vom Katholischen Dekanat Darmstadt und Sabine Hahn, Leiterin des Interkulturellen Büros des Landkreises Darmstadt-Dieburg, vorgestellt. Zudem wurde Andrea Alt, die neue Koordinatorin für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit, vorgestellt. Sie war auch federführend beim Aufbau der neuen Informationsplattform tätig.


„Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen“
„Hilfe für die ankommenden Flüchtlinge und für die, die sich um sie kümmern, ist für uns eine aktive Gestaltung des Liebesgebotes Jesu ,Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst‘“, sagte Dekan Joachim Meyer. „Der Auftrag Gottes, den Fremden aufzunehmen, findet sich in der Verkündigung Jesu als eines der sieben Werke der Barmherzigkeit. Jesus sagte einst: ,Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.‘“ Netzwerke – auch in der Flüchtlingshilfe – gebe es schon viele Jahre, so Meyer weiter, allerdings nicht in dem Maße medienunterstützt wie heute. „Wir wollen die neue Homepage nutzen, um schnell, zuverlässig und punktgenau effektiv unsere Hilfsangebote und -möglichkeiten miteinander zu kommunizieren.“ Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse sagte: „Es sind viele Ehrenamtliche mit hohem Engagement in der Flüchtlingsarbeit tätig. Wir wollen sie darin unterstützen, langfristig dabei zu bleiben. Dazu dient auch die neue Netzwerk-Asyl-Seite.“

Sozialdezernentin Rosemarie Lück, Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Darmstadt-Dieburg erläuterte: „Die Homepage und die neu geschaffene Stelle, die die Arbeit der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit begleitet, werden das ehrenamtliche Engagement vor Ort erleichtern. Da wir nach wie vor sehr auf ehrenamtliche Unterstützung bei der Betreuung von Flüchtlingen angewiesen sind und die Flüchtlingszahlen weiter steigen, liegt uns viel daran, den Ehrenamtlichen schnell und unkompliziert helfen zu können. Die finanzielle Beteiligung des Kreises ist hier gut angelegt.“

Früherer Präses Ulrich Jentsch gestorben

Das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt trauert um Adolf-Ulrich Jentsch. Der Darmstädter Richter war vom 1. Februar 1980 bis 17. Januar 1986 Präses der Synode des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Stadt. Im Alter von 93 Jahren ist er in der vergangenen Woche verstorben. "Das Dekanat erinnert sich mit Dankbarkeit und Wertschätzung an seinen früheren Präses, seiner Witwe und der Familie gilt unsere herzliche Anteilnahme", so Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse. Ulrich Jentsch war zudem von 1967 bis 1991 Mitglied der Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). 1974 wurde er auch in den Kirchensynodalvorstand gewählt und war in dieser Funktion zeitweise auch Mitglied der Kirchenleitung der EKHN. Jentsch begann sein Engagement in der evangelischen Kirche 1952 als Kirchenvorsteher in der Darmstädter Friedensgemeinde und arbeitete im Finanzausschuss der Evangelischen Gesamtgemeinde mit.

Trauer um Karl-Heinz Hüttenberger

Das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt trauert um Karl-Heinz Hüttenberger, der am 5. September im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Karl-Heinz Hüttenberger war in der Auferstehungsgemeinde Kirchenmusiker und hatte über seine Gemeinde hinaus einen Auftrag für die Kirchenmusik im Dekanat erhalten. Er war lange Jahre Vorsitzender der Mitarbeitervertretung im Dekanat. Wir werden Karl-Heinz Hüttenberger ein ehrendes Andenken bewahren und seine veröffentlichten Chorsätze werden uns immer an ihn erinnern. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
Barbara Themel-Reith, stellvertretende Dekanin Ev. Dekanat Darmstadt-Stadt
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